Highlights

Aufnahme in die Deutschlandstiftung Integration (DSI)

Im Juni dieses Jahres feierte die Deutschlandstiftung Integration das zehnjährige Jubiläum des GEH DEINEN WEG Stipendien- und Mentoringprogramms. Nach zwei Jahren waren 400 Gäste zur ersten Präsenzveranstaltung im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung in Berlin geladen. Unsere Q+ Studentin Samira Mahi-Moussa war als neu aufgenommene Stipendiatin ebenfalls eingeladen. Neben neu aufgenommenen Stipendiat:innen waren auch Alumni:ae, Vertreter:innen strategischer Partner wie Mercedes-Benz, Coca Cola oder Edeka sowie der Stiftungsratsvorsitzende Bundespräsident a.D. Christian Wulff sowie Bundeskanzler Olaf Scholz vor Ort. Bundeskanzler Olaf Scholz verkündete die Übernahme der Schirmherrschaft über die Deutschlandstiftung Integration als Nachfolger von Dr. Angela Merkel. Das zweitägige Programm begann mit einem geselligen Kennenlerntreffen im Cana Restaurant in Berlin. Am zweiten Tag versammelten sich die Stipendiat:innen zu einer Podiumsdiskussion im Deutschen Architektur Zentrum (DAZ). Zum Thema „Arbeitswelt 2050: Wird der Mensch noch gebraucht?“ diskutierten...

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Soziale Ungleichheit - Armut in Deutschland

Am 01. Juli 2022 trafen sich 19 Teilnehmenden aus 17 verschiedenen Disziplinen zum Seminar „Soziale Ungleichheit – Armut in Deutschland“ im neuen Q+ Quartier auf dem Kisselberg. Der Seminartag wurde durch einen spannenden Vortrag von Prof. Dr. Michael Klundt, Professor für Kinderpolitik an der Hochschule Magdeburg-Stendal, eingeleitet. Dieser gewährte zunächst grundsätzliche Einblicke in die Methoden der Sozialforschung und stellte die aktuelle Situation sozialer Ungleichheit in Deutschland vor. Es war erschreckend zu sehen, wie ungleich das Vermögen in Deutschland verteilt ist: So sei, schrieb die Boston-Consulting-Group (BCG) in ihrem Jahresbericht, das Privatvermögen in Deutschland im Jahr 2022 auf mehr als 20 Billionen Dollar gestiegen. Mehr als 3000 Superreiche besäßen ein Fünftel des gesamten Privatvermögens in Deutschland, ihre Zahl steige weiter deutlich an. Zugleich galten im Jahr 2019 über 20% der in Deutschland lebenden Kinder als armutsgefährdet, vermeldete „Statistica 2021“ des Bundesamtes für Statistik...

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Q+Reads: Lesung und Schreibworkshop mit Hilary Leichter

Am 7. und 8. Juli 2022 besuchte Hilary Leichter im Rahmen der Veranstaltungsreihe Q+Reads das Studienprogramm Q+ in Mainz. Leichter ist Autorin des gefeierten Romans Temporary (dt. Die Hauptsache) und zahlreicher Kurzgeschichten und Texte für den New Yorker, die New York Times und andere. Im Sommer 2022 ist sie Picador Gastprofessorin für Literatur an der Universität Leipzig, wo sie Literatur und kreatives Schreiben unterrichtet. Diese Expertise sollte sie auch den Q+ Studierenden näherbringen, die zur Vorbereitung bereits eine kreative Schreibaufgabe zur Spannung zwischen dem Fremden und dem Vertrauten bearbeitet hatten.

Der erste Veranstaltungstag begann mit einer öffentlichen Lesung auf dem JGU Campus. Vor einem gespannten Publikum las Leichter aus ihrem Roman...

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„Point Alpha – heißer Punkt im Kalten Krieg“

Bei einer dreitägigen Exkursion nach Fulda und Geisa wollten wir eigentlich nur in die Vergangenheit, insbesondere in die Zeit des Kalten Krieges, zurückblicken. Jedoch endete mit dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine am 24.02.2022 der Frieden in Europa und der alte Konflikt gewann wieder an ungewohnter und ungewollter Aktualität. Deswegen wurde das Programm kurzfristig umgestaltet, zu einer Veranstaltung mit Blick in die Vergangenheit, in die Gegenwart – und vielleicht auch in die Zukunft.

Am 13. April trafen sich gegen halb zwölf die Q+-Exkursionsteilnehmenden am Mainzer Hauptbahnhof, um mit den regionalen Verkehrsmitteln Richtung Fulda zu tingeln. Auf der Fahrt nach Frankfurt wurde sich miteinander bekannt gemacht und nach Zug- und Gleiswechsel stand die knapp anderthalbstündige Fahrt nach Fulda an, auf der sich nicht nur miteinander, sondern auch mit den bevorstehenden Exkursionsthemen auseinandergesetzt wurde. Nach kurzer Verwirrung am Fuldaer Bahnhof, da der lokale Experte Adam Will leider aufgrund einer Fußverletzung kurzfristig ausfiel, unterbrach ein nervöser Taxifahrer die kleine spontane Vorstellungsrunde. In zwei Großraumtaxen ging es dann von Fulda Richtung Schloss Geisa, unserer Unterkunft für die kommenden zwei Tage.

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Fukuoka Blog von Leo Palm

Konnichiwa liebe Leute,

mir gefällt’s in Fukuoka unglaublich gut. Die Qualitäten hier, des Lebens wie der Lehre, entsetzen mich vor Glück. Ich muss mich manchmal zwicken.

Ich wohne am Rand des Dschungels, in dem Orleander, Magnolien und Orangen die Berge hoch wachsen, der Buschsänger im Bambus sein mysteriöses Lied pfeift und der Auerochs einem Glauben macht, er sei der Kaiser des Waldes. In 10 Minuten erreiche ich das türkisblaue Meer, den Tempel und das Restaurant, dort schmeckt der Fisch, als lebte und zappelte er noch. Noch heftiger ist das Meer auf der anderen Seite, im Westen (halbe Stunde mit dem Fahrrad): Dort geht die Sonne unter.

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(Männer-)Fußball(-Vereine) in Deutschland

Fußball. Kaum ein Sport bewegt in Deutschland die Massen so sehr wie dieser Ballsport, der seinen Ursprung zur Zeit der frühen Industrialisierung in England fand. Ob volle Stadien in den Profi-Ligen, gut besuchte Sportplätze der Amateurvereine oder das kollektive Mitfiebern bei einer Welt- oder Europameisterschaft, der Fußball fasziniert. Dieser Faszination sind wir im Rahmen unseres Q+ Seminars nachgegangen und haben hinter die Kulissen des (Männer-)Fußballs geblickt. Den Anfang der Vorträge machte, etwas außerplanmäßig, Meikel Schönweitz. Schönweitz ist Chef der U-Nationalmannschaften des DFB („ich bin quasi der Hansi Flick der Jugendspieler“) und gab uns einen hochinteressanten Einblick in seinen Werdegang und seine Arbeit beim DFB. Diese war und ist immer wieder geprägt von alteingesessenen, strukturellen Widerständen, die sich etwaigen Reformversuchen in den Weg stellen. In einer lockeren Atmosphäre („Im Fußball gilt das Du“) war neben einer informativen Präsentation auch Platz für kritische Nachfragen, zum Beispiel zur WM in Katar oder der zunehmenden Kommerzialisierung des Fußballs.

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Wie die Uni Mainz funktioniert – Strukturen, Funktionen, Verantwortlichkeiten

Am Donnerstag, den 19. Mai trafen sich die Teilnehmenden des Seminars „Wie die Uni Mainz funktioniert – Strukturen, Funktionen, Verantwortlichkeiten“ im brandneuen Gebäude Kisselberg. Den Einstieg zu diesem hochinteressanten und komplexen Thema gab der Geschichtswissenschaftler Professor Kißener, der sich von der historischen Seite näherte. Nach einem kurzen Abriss über die Entstehungsgeschichte der JGU folgte ein kleines Planspiel, in dem die französische Besatzungsmacht und eine deutsche Delegation sich anhand von zeitgenössischen Quellen Argumente für eine Universitätsgründung am Standort Mainz erarbeiten durften. Im Anschluss an die Mittagspause sammelten wir zunächst Interessensschwerpunkte, die wir im Laufe des Seminares adressieren wollten. Danach gab Frau Dr. Lindner einen fundierten Einstieg in die aktuelle Grundorganisation der Uni Mainz, worauf Impulsreferate der Studierenden folgten.

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Audiovisuelle Medienproduktion

„Tutorials“, bzw. Lehr- und Lernvideos sind von Videoplattformen nicht mehr wegzudenken! Sie eignen sich perfekt, um ein Thema strukturiert und zielgruppengerecht darzustellen. Im Prozess der Digitalisierung von Lehre entwickelt sich die Fertigkeit Videos zu gestalten und zu produzieren, neben der Fertigkeit Arbeitsblätter zu gestalten, zu einer Basisfertigkeit von Lehrenden. Einige Fachdidaktik-Seminare haben bereits die Gestaltung eines Videos als Prüfungsform zugelassen. Der Kurs „Audiovisuelle Medienproduktion“ sollte dazu beitragen Basiskenntnisse aufzubauen, um professionelle Lern- und Lehrvideos zu produzieren, die methodisch verwendet werden können. Das Seminar entstand durch die Kooperation zwischen dem Studienprogramm Q+ und dem Zentrum für Audiovisuelle Produktion (ZAP) der JGU Mainz.

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JG|ender|U - Geschlechterstudien an der JGU

Die öffentliche Ringvorlesung "JG|ender|U - Geschlechterstudien an der JGU" im Wintersemester 2021/22 bot allen Interessierten einen Einblick in die wissenschaftlichen Arbeiten der Lehrenden unterschiedlicher Disziplinen an der JGU, die sich mit der Kategorie Gender auseinandersetzten. Ziel war es, verschiedene Perspektiven der Mainzer Geschlechterstudien zu beleuchten und zur Diskussion zu stellen. Dabei wurde eine öffentliche Debatte angeregt, Lehrende und Studierende vernetzt und die Sichtbarkeit des Themas erhöht. Um das Spektrum des Genderdiskurses aus intersektionaler Perspektive und seine Relevanz für Forschung und Lehre an der JGU zu betonen, wurde mit dieser ersten Vorlesungsreihe ein Grundstein gelegt, auf dem weiter aufgebaut werden soll. Eine weitere Reihe ist bereits in Planung.

Nach der Einführungssitzung von Julia Reichenpfader, in der die Q+Studierenden mit dem Konzept der Intersektionalität vertraut gemacht wurden und ihrer eigenen intersektionalen Schnittstellen reflektierten, folgten neun Vorträge von Forschenden, denen eine angeregte Diskussion folgte.

Mit Livia Prüll (Medizin) startete der offizielle Teil der Vorlesungsreihe. Ausgesprochen lebhaft und persönlich sprach sie über "Diversität im Gesundheitswesen - Transidentität als Beispiel" und erklärte die Notwendigkeit einer gendersensiblen medizinischen Grundversorgung...

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„Es gibt doch gar keine Corona-Pandemie - Bill Gates will die Welt beherrschen“ – Verschwörungsnarrative und Fake News als gesellschaftliche Phänomene, ihre Kontexte und potentiellen Gefahren

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie existieren Verschwörungsnarrative über den Ursprung des Virus und mögliche dahinter liegende Verstrickungen verschiedener Mächte: Sei es die Nicht-Existenz der Erkrankung, die Kontrolle durch jüdische Untergrund-Bewegungen, Bill Gates und seine Absicht, die gesamte Menschheit durch Mikrochips zu kontrollieren oder eine Vereinigung einer elitären Schicht zur Reduktion der Bevölkerung.

Vorab eingestimmt durch das Video Matheleugnerin (Folge 15) I Kroymann - YouTube stellen sich im Workshop Fragen nach verschiedenen Dimensionen von Verschwörungsglauben. Wie kommt es zu solchen „Theorien“? Welche Rolle spielt dabei der Umgang öffentlich-rechtlicher Medien? Welche menschliche Bedürfnisse können Verschwörungsgedanken fördern? Und: Wie kann mit Menschen im näheren Umfeld umgegangen werden, die solchen Thesen anhängen?

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Rassistische Sicherheitsbehörden?! Konkurrierende Perspektiven auf rechten Terror in Deutschland

Trauer, Wut, Entsetzen: Schon bevor Armin Kurtović (Vater des in Hanau ermordeten Hamza), Ayse Güleç (Aktivistin und Documenta-Kuratorin), Tanjev Schultz (NSU-Berichterstatter für die SZ und Professor für Jounalismus an der JGU) und Martin Rettenberger (Kriminologe im Bundesprojekt „RADAR rechts“) Erleben und Ergebnisse mit uns teilen, versetzt uns die eigene Recherche in Fassungslosigkeit. Der Staat trägt Mitschuld an den rassistischen Terroranschlägen der letzten Jahre in Deutschland. Schwer fällt es nach dem zweitägigen Seminar zu glauben, dass sich die Mitschuld nur auf maßloses Versagen und unendliche Inkompetenz der Sicherheitsbehörden beschränkt.

Prof. Dr. Tanjev Schultz hatte für die Süddeutsche Zeitung die Mordserie von Beate Z., Uwe M. und Uwe B. journalistisch aufgearbeitet und die Prozesse gegen Z. und andere begleitet. Er plädiert für Inkompetenz der Behörden, obwohl er seine Ausführungen mit den langen Pfaden und Genealogien des Nationalsozialismus in den nachkriegsdeutschen Behörden beginnt: Sicherheitsbehörden und Justiz waren von alten Nazis und faschistischen Einstellungen durchdrungen, gaben wohl Geld und Waffen an rechte Zellen, um das Land vor dem Kommunismus zu schützen. Dann rekonstruiert Schultz die Mordserie von Z., M. und B. minutiös, spricht vom „Versagen“ der Sicherheitsbehörden, von „vielen Fehlern“, trotz der personellen Verschränkungen zwischen Polizei und Szene durch unzählige V-Männer, trotz des Untertauchens der Haupttäter kurz vor den Razzien – oder sogar kurz danach.

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Wald in Not – Klimageschichte, Klimawandel und Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen auf unsere Wälder

Betrachtet man oben rezitierte Ansichten, wird deutlich, dass die Poesie und Philosophie genügend Metaphern liefert, um die Beziehung zwischen Mensch und Natur zu beschreiben. Möchte man sich der wissenschaftlichen Dimension nähern, stellt sich die Frage, wie der Status Quo unserer Wälder tatsächlich aussieht? Gibt es ein „Waldsterben 2.0“ und welche Entwicklungen sind zu erwarten? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, nahmen 18 Studierende der unterschiedlichsten Fachgebiete am QPlus-Seminar „Wald in Not“ teil. So eigneten sich Q+Studierende aus 12 verschiedenen Disziplinen ein theoretisches Grundverständnis am ersten Seminartag an und machten sich am zweiten Seminartag auf den Weg in den Wald!

Das Seminar wurde von Dr. Claudia Hartl, Geografie, und Dr. Michael Weber, Geowissenschaften, sowie auf der praktischen Seite von Andreas Wennemann, Geschäftsführer des Naturpark Rhein-Taunus, sowie drei Revierförstern und Forstpraktikanten gestaltet. Am ersten Seminartag haben wir...

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Der letzte Weg: Über Sterben und Trauern

Vom 09.-16.11.2021 machten sich sieben Q+Studierende aus sieben verschiedenen Fachdisziplinen gemeinsam auf zu einer besonderen Veranstaltung: „Der letzte Weg - über Sterben und Trauern“. Dass diese Veranstaltung neben einer informativen auch eine sehr persönliche werden kann, ließ sich im Voraus erahnen. Trotzdem - oder gerade deswegen haben wir uns alle dazu entschlossen, uns mit diesen im Alltag meist ungreifbaren und tabuisierten Themen auseinanderzusetzen. Innerhalb von acht Tagen standen also vier intensive Ganztagesworkshops vor uns, die vom Sterben über Riten und Bestattungen zum Umgang der Hinterbliebenen mit dem Tod führten.

Der erste Teil drehte sich also um das Sterben. Der Leiter der Palliativstation der Uniklinik Mainz Prof. Martin Weber erklärte uns viel zum Sterbeprozess von Menschen und berichtete über Erfahrungen aus seiner Arbeit und dem Kontakt mit Sterbenden und Angehörigen.

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Wein als wissenschaftlicher, historischer, ökonomischer und sozialkultureller Faktor und von der Traube über das Fass in die Flasche

An dieser aus dem Sommersemester verschobenen Veranstaltung nahmen 15 Q+ Studierende aus 14 verschiedenen Fachrichtungen teil, sie wurde vom Q+ Studierenden Dominik Schöffling in Zusammenarbeit mit Frau Dr. Lindner organisiert. Der erste Seminartag fand in einem Seminarraum des renommierten Weinguts Künstler in Hochheim am Main statt. Dort hielt Prof. Dr. Hans Reiner Schulz, Präsident der Universität Geisenheim, einen mehrstündigen Vortrag zur Einführung in die Önologie, die Weinwissenschaft. Behandelte Themen waren unter anderem die Herkunft und Verbreitung der hiesigen Weinsorten, dabei wurden Motive wie Krankheitsresistenz oder Geschmack auf genetischer, chemischer und praktischer Ebene angesprochen.

Im zweiten Teil dieses Tages fasste Simeon Guthier, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. kurz die Geschichte des Weinbaus zusammen und offenbarte dabei Fun-Facts, wie die über 20 kg schweren Spritzen, mit denen damals tatsächlich der Wein „gespritzt“ wurde, bzw. die Böden mit Stäubeschwefel versetzt wurden. Im Anschluss folgten Impulsreferate der Q+ Studierenden...

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Snapshot-Praktikum beim AdW-Projekt „Europäischer Religionsfrieden Digital“

Vom 11.10.-15.10.2021 machte ich ein Snapshot-Praktikum bei einem Forschungsprojekt der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, das ich echt interessant und angenehm erlebt habe. Dr. Voigt-Goy aus dem Projekt „Europäischer Religionsfrieden Digital“ hat mich sehr freundlich empfangen und zusammen mit Frau Bechtold-Mayer die Woche über begleitet und mir vieles gezeigt. Näheres zum Projekt wie die Kurzbeschreibung, Projektverantwortliche und Kooperationspartner findet sich hier auf der Website der AdW Mainz.

Das Projekt, welches insgesamt 21 Jahre andauern wird, befindet sich gerade in seinen Kinderschuhen. Es hat zum Ziel, sämtliche Schriften und Drucke zu Religionsfriedensregelungen im Zeitraum von 1485 (Kuttenberger Landtagsabschied) bis 1791 (Constitution Française) zu transkribieren und editieren, um diese dann digital für die Forschungscommunity bereitzustellen.

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Rom – Eine Reise in die ewige Stadt unter autoritäts- und geschlechtskritischer Perspektive

Mit dem für Q+ geöffneten Seminar  maria. macht. gender begaben wir, sechs Q+-Studierende, uns im September 2021 mit den Theolog:innen aus Mainz und Freiburg eine Woche auf Exkursion nach Rom. Los ging es direkt am ersten Morgen bei Sonnenaufgang auf dem Petersplatz. Es folgten kritisch reflektierte Gespräche unter anderem mit Prof. Peter Beer vom Centre of Child Protection und mit Jürgen Erbacher, dem Leiter der ZDF-Redaktion Kirche und Leben, der jüngst von einer Reise mit dem Papst zurückgekehrt war.

Während zahlreichen Kirchenführungen lernten wir viel über die wechselseitigen Einflüsse der katholischen Kirche sowie (kunst-)historischer und gesellschaftspolitischer Entwicklungen. Besondere Highlights waren dabei ein Besuch der Galleria Borghese, unsere Caravaggio-Tour und die Besichtigung der pandemiebedingt wenig frequentierten Vatikanischen Museen. Darüber hinaus behalten wir gewinnbringende Gespräche mit engagierten Theolog:innen der neuen Generation in besonderer Erinnerung, wobei ein Aufbruchsdenken in der jungen katholischen Kirche deutlich wurde.

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Forschungsinstitute im Zentrum gesellschaftlicher Krisen am Beispiel der SARS-CoV-2-Pandemie

Am Montag, dem 19. Juli 2021 trafen sich Q+ Studierende aus verschiedenen Fachbereichen (Biomedizin, Englisch, Geschichte, Linguistik, Mathematik, Medizin, Politikwissenschaft, Physik) vor den Türen des IMB (Institue of Molecular Biology). Natürlich hatten alle einen entsprechenden Nachweis über eine Corona-Impfung, Genesung oder eben einen negativen Test dabei – und genau um Corona-Tests sollte es an diesem Nachmittag auch gehen.

Nachdem uns Dr. Andreas Vonderheit in Empfang genommen hatte, begannen wir direkt mit dem ersten Teil der Veranstaltung: einer Vorstellung des IMB und seiner Forschungsfelder. Herr Dr. Vonderheit promovierte an der ETH Zürich im Bereich der Biochemie über die Endozytose von Viren und arbeitet seit 2011 am IMB, wo er seit 2013 als Direktor der Core Facilities tätig ist. Das IMB wurde 2011 als eine Non-Profit-Organisation unter Förderung der Boehringer Ingelheim Stiftung und des Landes Rheinland-Pfalz gegründet und forscht auf molekularer Ebene zu der Entwicklung des Menschen, dem Alterungsprozess und Krankheiten...

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Von der Vision zum Unternehmen - StartUp und Entrepreneurship

Das Thema „Entrepreneurship“ fasziniert viele Menschen. Immer mehr Studierende wenden sich ab von rigiden Unternehmensstrukturen und streben die Mitwirkung in einem Start-Up oder sogar die eigene Gründung an. Doch was benötigt es alles, um erfolgreich zu gründen? Welche Charaktermerkmale sind besonders wichtig für Gründer? Wie gelingt die Umsetzung der Idee zum fertigen Produkt? In der dreiteiligen Veranstaltung „Von der Vision zum Unternehmen – Start-Up und Entrepreneurship“ hatten Studierende aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen die Möglichkeit auf diese Fragen Antworten zu finden.

Das erste Seminar fand am 10.06.2021 über MS Teams statt und war als Workshop konzipiert. Zunächst nahm sich Prof. Dr. Tumasjan (Lehrstuhl für Management und Digitale Transformation) die Zeit, den Studierenden...

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Rassismus und rechter Terror - gestern und heute

Aus welcher Perspektive wird eine Geschichte erzählt? Die Wichtigkeit dieser Frage ist eine der vielen Dinge, die mir in diesem Seminar deutlicher denn je wurden. Deshalb erzähle ich hier ausdrücklich nur meine persönliche Perspektive auf die Veranstaltung, obwohl ich glaube, dass sie wohl in einigen Punkten mit denen der anderen Teilnehmenden übereinstimmt.

Mit dem Thema Rassismus habe ich mich im Nachgang des Mordes an George Floyd und den anschließenden Protesten und Debatten in Teilen der Gesellschaft zum ersten Mal intensiv auseinandergesetzt. Dass ich davor nie wirklich mit dem Thema in Kontakt kam, zeigt, in welcher privilegierten Situation ich mich befinde. Es zeigt auch, dass ich bis dahin nur meine eigene oder ähnliche Perspektiven kennengelernt hatte, womit ich sicherlich nicht alleine bin.

Damit ist die Grundfrage des Seminars bereits benannt: Welche Perspektiven werden in Deutschland gesehen, wessen Geschichten werden erzählt? Eines der Themen, zu denen ich mir diese Frage noch nicht gestellt hatte, war die deutsche Aufarbeitung des Nationalsozialismus. Ein Thema, dachte ich, dass in der Schule so oft behandelt wurde, zu dem es Gedenktage, Museen und zahlreiche Denkmäler gibt, musste doch gut aufgearbeitet sein. Es ist praktisch unmöglich, in Deutschland aufzuwachsen und sich nicht mit der NS-Zeit und dem Holocaust auseinanderzusetzen. Doch so einfach ist es nicht...

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AlterNativity - Gebären als Leerstelle in Kunst und Wissenschaft

"Mariä Alleingeburt" (c) Cecilia Colloseus, 2019.

Jeder Mensch wird geboren. Zu dieser Tatsache steht das Interesse an den Gegebenheiten, die die Umstände des Gebärens bestimmen, in einem bemerkenswerten Missverhältnis. Anders als andere sogenannte anthropologische Grundkonstanten wird der körperliche Akt des in-die-Welt-Kommens und vor allem der des auf-die-Welt-Bringens sowohl in der wissenschaftlichen als auch in der künstlerischen Auseinandersetzung weitgehend ausgeblendet. Erst in den letzten Jahrzehnten und im Zuge feministischer Denkansätze ist der Themenkomplex wieder näher in den Fokus gerückt.

Im Rahmen meiner Forschung und meiner künstlerischen Arbeit hatte ich bereits zahlreiche Gelegenheiten, mich mit dem umrissenen Themenkomplex auseinanderzusetzen. Das achtstündige Blockseminar „AlterNativity“, das ich am 7.5.2021 mit 16 Teilnehmenden des Studienprogramms Q+ durchführen durfte, war jedoch auch für mich eine völlig neue Erfahrung und ein echtes Highlight...

 

 

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Habitat - Freiräume für anderes Wissen

Welche Auswirkung hat unser räumliches Umfeld auf uns? Wie weit lässt sich ein Raum auf uns und unsere Bedürfnisse anpassen? Bietet derselbe Raum für jede*n die gleichen Handlungs- und Entfaltungsmöglichkeiten?

Wir sind ununterbrochen umgeben von Räumen: Räumen zum Schlafen, zum Essen, zum Arbeiten, zum Entspannen und zum Vergnügen, geschlossenen und offenen Räumen, warmen und kalten Räumen, Räumen, die wir mit der anonymen Öffentlichkeit oder mit vertrauten Menschen teilen und Räumen, die wir ganz für uns allein haben. Nicht zu vergessen die virtuellen Räume, die wir täglich im Internet durchschreiten. Der Raum und wir stehen dabei immer in einem Spannungsverhältnis: einerseits gibt uns der Raum durch seine spezifische Beschaffenheit und Ausstattung bestimmte Handlungsmöglichkeiten vor, andererseits ist es von uns und unseren spezifischen Bedürfnissen abhängig, wie wir einen Raum am Ende nutzen. Das macht den Raum, mit dem wir in der Regel etwas Abgeschlossenes, Unformbares bezeichnen, auf einmal ganz schön flexibel: er wird „relational“.

Mit dieser flexiblen Perspektive als Ausgangspunkt startete das Blockseminar „Bauhaus Open Studios“...

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Menschliche Bindungen aus psychoanalytischer Sicht: Relevanz für Gesundheit und Gesellschaft

„Von Anfang an führen wir unser Leben mit der/dem anderen.“ (Vittorio Gallese, 2013)

Im Januar 2021 fand das Q+Blockseminar „Menschliche Bindungen aus psychoanalytischer Sicht: Relevanz für Gesundheit und Gesellschaft“ unter der Leitung von Dr. rer. physiol. Anna Herrmann und Dr. med. Irina Tavlaridou aufgrund der Pandemie digital statt. Die Psychologin und Psychotherapeutin Anna Herrmann und die Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Irina Tavlaridou boten den 20 Studierenden aus unterschiedlichen Fachrichtungen einen transdisziplinären Zugang zu den medizinischen und psychologischen Grundlagen der menschlichen Bindungen.

Der Mensch ist ein soziales Wesen und nur eingebettet in einer Gemeinschaft überlebensfähig. Dem zugrunde liegen die zwischenmenschlichen Bindungen, die jede Person von Geburt an mit den Menschen in ihrer Umgebung eingeht...

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Was werden wir in Zukunft essen? Ein naturwissenschaftlich kritischer Blick auf Trends und Möglichkeiten

„Kann man das essen? Ist das noch gut oder kommt das in den Müll? Das ist ungesund! Sowas vertrage ich nicht!“
Alle kennen solche Aussprüche, doch was steckt dahinter? Im Rahmen des Seminars „Was werden wir in Zukunft essen? Ein naturwissenschaftlich-kritischer Blick auf Trends und Möglichkeiten” haben wir uns gemeinsam mit unserem Dozenten Prof. Vilgis vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigt.

Am 2. Dezember 2020 trafen wir uns bereits vor Beginn unseres Seminars mit Prof. Vilgis für ein kurzes Kennenlernen draußen vor dem MPI. Er überraschte uns alle mit einer Kiste voller Bücher, die er rund um das Thema Ernährung geschrieben hat. Hierbei hatten wir die Wahl zwischen dem eher politischen Buch Einfach essen und dem grundlagentheoretischen Buch Biophysik der Ernährung. Anschließend haben wir uns über unsere Motivation zur Auseinandersetzung mit dem Thema Ernährung ausgetauscht. Mit einem Buch unter dem Arm und der Vorfreude im Hinterkopf gingen wir nach Hause...

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Move on. But how? Summer School Südtirol

Anfang September 2020 erhielten sechs Q+Studierende die Möglichkeit, eine Woche lang an der Summer School Südtirol teilzunehmen, die jährlich im Schloss Velthurns in der Nähe von Brixen/Italien stattfindet. Die Summer School wurde von Maxi Obexer – die schon mehrmals du Gast bei Q+ war – mitorganisiert und stand in diesem Jahr unter dem Motto „Weitermachen. Nur wie?“.

Dass die diesjährige Summer School überhaupt stattfinden konnte, verdankt sie den Veranstalterinnen, die sich dachten „Jetzt erst recht!“ und stark für die Realisation der Veranstaltung kämpften. Nach den gerade in der Südtiroler Region einschneidenden Erfahrungen mit der Corona-Pandemie wurde die Summer School thematisch verschoben und die Pandemie zum Anlass genommen, genau nachzuforschen, wie solidarisches Handeln nun aussehen kann...

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Raum der Unterschiede: Exkursion zum Bauhaus in Dessau

Was ist Bauhaus, wenn es nicht nur ein bedeutender Architekturstil ist? Mit dem Bauhaus verbindet man eine Ästhetik aus Linien und Farben. Bauhaus ist revolutionierter Lebensstil der Funktionalität. Bauhaus ist auch ein Zusammensein der Lernenden und Lehrenden mit dem Ziel der Kreation. Der letzte Punkt beschreibt auch die Veranstaltung „Raum der Unterschiede - Exkursion zum Bauhaus in Dessau“, die als Open Studio in Kooperation mit der Kunsthochschule Mainz und dem Bauhaus Dessau realisiert wurde.

Im Rahmen des Studienprogramms Q+ sind wir im Juli 2020 mit einer kleinen Gruppe aus Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen wie beispielsweise Rechtswissenschaft, Translationswissenschaft, Bildende Kunst und Soziologie nach Dessau gefahren, wo wir innerhalb von zwei Tagen das Bauhausgebäude und das Bauhausmuseum besucht haben. Im Bauhausgebäude gab es eine Führung, bei der wir unter anderem die Lehr- und Arbeitsräume sowie das bekannte Büro des Bauhausgründers Walter Gropius besichtigten. Durch die einfachen Farben, das schlichte Design und die starke Betonung der Transparenz in dem Gebäude lassen sich sehr gut die wichtigen Elemente, sowie die Grundideen des Bauhauses erkennen.

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Vergangen und doch gegenwärtig: Die Kunst der dramatischen Literatur

„Theaterstücke stehen von ihren Ursprüngen her in der Funktion, die drängenden Fragen zu stellen, die eine Gesellschaft umtreibt.“
Dieses Zitat stammt aus dem Manifest des Neuen Instituts für dramatischen Schreiben, welches Maxi Obexer 2014 zusammen mit Sasha Marianna Salzmann gegründet hat. Die Autorin, Dozentin und Verfechterin der Gerechtigkeit Maxi Obexer lehrte in den USA und Deutschland, erhielt mehrere Preise für ihre Werke und gab im Oktober 2019 einen Q+Workshop unter dem Titel "Vergangen und doch gegenwärtig: Die Kunst der dramatischen Literatur". Nachdem ihr jüngstes Theaterprojekt „Verlorene Kämpfer – Vom Ende der Roten Armee Fraktion“, welches von Q+Studierenden begleitet wurde, im April 2019 Premiere im Staatstheater Wiesbaden hatte, arbeitete sie erneut mit Q+Studierenden unterschiedlicher Fächer zusammen. Dabei wurde die Kunst der Darstellung des Vergangenem im Gegenwärtigen thematisiert und dem politischen Anspruch der Dramatik auf den Grund gegangen.

(Maxi Obexer, Foto: Nane Diehl)

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Auf der Suche nach dem Higgs-Boson

Am 04.11.2019 öffnete die Teilchenphysik der Uni Mainz ihre Türen für Studierende sehr unterschiedlicher Fachbereiche. Im Rahmen des Studierendenprogramms Q+ führten die Physiker*innen Saskia Plura und Konrad Kleineidam eine Gruppe von 16 Studierenden durch den Tag. Das Besondere: Keiner der Studierenden brachte universitäres Vorwissen im Bereich der Kernphysik mit und dennoch bestaunten am Nachmittag alle Teilnehmenden das Mainzer Mikrotron (MAMI) mehr oder weniger begreifend, was sich im Inneren dieser beeindruckenden Geräte abspielt. Der Tag begann im Foyer der Teilchenphysik. Schnell war klar, dass die wenigsten Studierenden Physik im Abitur hatten, sondern stattdessen vielmehr einige Geisteswissenschaften vertreten waren. Dennoch zeigte sich innerhalb der Gruppe großes Interesse an der Physik. Auch Dr. Jürgen Ahrens vom Institut für Kernphysik war beeindruckt, von den vielseitigen und anregenden Fragen, die in der ersten Theorieeinheit, die er den Studierenden gab, gestellt wurden. Herr Ahrens erklärte sehr anschaulich den Aufbau von MAMI und schaffte es, komplizierte Prozesse und detailreiche Zusammenhänge auch uns Nicht-Physiker*innen nahe zu bringen. Ausgestattet mit Wissen über Elektron, Photon, Neutrino, dem „Geisterteilchen“ und Quarks, begann die spannende Reise durch MAMI.

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Q+Reads with Morgan Jerkins

Im Rahmen unseres Q+Studienprogramms durften wir in der Veranstaltung Q+Reads die Autorin Morgan Jerkins willkommen heißen, die aktuell die Picador Gastprofessur an der Universität Leipzig innehat. Die Autorin gab uns mit ihrem Debüt This Will Be My Undoing: Living at the Intersection of Black, Female, and Feminist in (White) America (Harper Perennial, 2018) im Rahmen einer öffentlichen Lesung an der JGU einen Einblick in die Erfahrungen einer afro-amerikanischen Heranwachsenden, die verschiedene Länder bereist und sich bewusst mit deren Kulturen vertraut macht. Dabei entführt sie ihre Leser in die unterschiedlichsten Welten: So erleben wir z.B. einen Ausflug in die Metropole von St. Petersburg, wo wir uns in reichlich unangenehmen Situationen wiederfinden – sei es in Aufzügen, Metros oder schmutzigen Bars. Sie eröffnet uns neue Perspektiven in japanischen Vierteln, in denen wir mit ihr durch kleine Läden streifen. Und dann...

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Q+Studierendenkonferenz: Vorträge, Workshops und Wein

Zu Beginn der Q+Studierendenkonferenz am 24. Oktober 2019 berichtete die Q+Projektleitung über den aktuellen Stand des Studienprogramms: Seit Beginn der Q+Testphase im WS 2017/18 nahmen insgesamt 191 Studierende aus allen Fachbereichen teil; 105 Lehrende und 14 externe Partnerorganisationen haben zusammen mit dem Q+Team insgesamt 168 Veranstaltungen organisiert. Ab 2020 soll der internationale Austausch für Q+ beginnen. Dazu gab es einen Bericht über zukünftige Kooperationen zwischen Q+ und wissenschaftlichen Institutionen in Japan. Geplant ist, dass Q+Studierende für einen Austausch an das Deutsche Institut für Japanstudien (DIJ) in Tokyo, an die School of Interdisciplinary Science and Innovation an der Kyūshū University in Fukuoka oder an das Institut of the Liberal Arts der Dōshisha University in Kyoto entsendet werden.

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„Game of Tones“ - Kognitive, motivationale und soziale Aspekte bei der Vermarktung von ernster Musik

Bei diesem außergewöhnlichen, mehrteiligen Q+ Baustein, an dem Studierende der Fächer Anglistik, Buchwissenschaft, Ethnologie, Geschichte, Kommunikationswissenschaften, Kunstgeschichte, Mathematik, Musik, Publizistik und der Wirtschaftswissenschaften teilnahmen, ging es um sehr verschiedenen Perspektiven auf ernste Musik.

Mit Prof. Oliver Emrich, Professor für Management am Fachbereich 03, und Jana-Verena Gerhart, wissenschaftliche Mitarbeiterin am FB 03, diskutierten wir ökonomische, kulturelle und ästhetische Perspektiven im Hinblick auf die Vermarktung von e-Musik.

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(Bild: © RMF / Ansgar Klostermann)


Q+Reads with Josh Weil

Am 27. Juni 2019 besuchte der Autor Josh Weil die JGU Mainz im Rahmen der Veranstaltung Q+Reads. Josh Weil, der zur Zeit der Picador Gastprofessor für Literatur an der Universität Leipzig ist, las aus seinem Kurzgeschichtenband „The Age of Perpetual Light“ und stellte sich den Fragen aus dem Publikum. Wir diskutierten unter anderem über die Leitmotive seiner Geschichten und gewannen Einblicke in seine Arbeitsweise als Schriftsteller. Am nächsten Tag leitete er einen kreativen Schreibworkshop für Q+Studierende.

Ich lese sehr gerne, schreibe allerdings nicht selbst und fand es daher sehr interessant von einem Autor, der gleichzeitig auch Literatur unterrichtet, konkrete Methoden zum Schreiben von Geschichten oder ganzen Büchern an die Hand gegeben zu bekommen. Wir haben zum Beispiel mehrere Übungen gemacht (how to create a plot, brainstorming exercise), um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie der Prozess von der Idee bis zum fertigen Buch abläuft.

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Eine Welt frei von Plastik - Segen oder Fluch?

Im Sommersemester 2019 wurde im Rahmen einer Q+Veranstaltung das Thema „Eine Welt frei von Plastik – Segen oder Fluch?“ mit Prof. Dr. Katharina Landfester, Prof. Dr. Kurt Kremer und Prof. Dr. Thomas Vilgis des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung in Mainz diskutiert. Dieses in der Öffentlichkeit meist nur einseitig beleuchtete und zu differenzierende Thema wurde im Zuge von sechs Sitzungen ausführlich und kontrovers betrachtet. An dem Seminar nahmen Studierende der Biologie, Chemie, Erziehungswissenschaft, Humanmedizin, Kunstgeschichte, Philosophie, Physik, Politikwissenschaft und Psychologie teil.

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Die Europäische Zentralbank –  Führung und Expertendiskussion

An diesem spannenden Q+Baustein nahmen zwölf Q+ Studierende der Erziehungswissenschaften, Biologie, Informatik, Physik, Politikwissenschaft, Publizistik, Soziologie und Wirtschaftswissenschaft teil. Wissenschaftlich vorbereitet und fachlich sehr fundiert in die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank EZB eingeführt wurden wir von Mark Schäfer, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter derzeit zum Thema Geldpolitik am Fachbereich 03 promoviert und beispielsweise den Effekt von Globalisierung auf traditionelle geldpolitische Wirkungskanäle untersucht. In einer sehr lebhaften und mitunter auch kontroversen Diskussion beleuchteten wir die Ziele und den Handlungsrahmen der EZB, die Durchführung der Geldpolitik, die Transmissionsmechanismen, die aktuellen Herausforderungen sowie die Kritik an der Politik der EZB, etwa die Nullzins- bzw. Negativzinspolitik, die Mitarbeit in der Euro-Gruppe u.v.m.

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Theaterprojekt: "Verlorene Kämpfer - Vom Ende der Roten Armee Fraktion"

Gemeinsam mit dem Regisseur Clemens Bechtel (Friedrich-Luft-Preisträger, Berlin), der Drehbuchautorin Maxi Obexer (Eurodram- und Geisendörfer-Preisträgerin, Berlin), der Dramaturgin Susanne Birkefeld und dem Ensemble des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden recherchierten Q+Studierende Hintergründe und Fakten zum Theaterstück "Verlorene Kämpfer - Vom Ende der Roten Armee Fraktion", das am 28. April 2019 Premiere hatte. Wissenschaftlich wurde dieses spannende Q+Projekt von den Historikerinnen Dr. Caroline Klausing und Dr. Verena von Wiczlinski (beide FB 07) betreut. Den Trailer zu dem Stück des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, können Sie hier sehen.
(Bild: Paul Simon, Foto: Karl & Monika Forster, Quelle: Hessisches Staatstheater Wiesbaden)


Recherchepraktikum "ZDFzoom"

In Zusammenarbeit mit dem ZDF hat das Studienprogramm Q+ mir die Möglichkeit geboten, ein Recherchepraktikum bei dem ZDF Doku-Format „ZDFzoom“ zu absolvieren. Hierbei handelte es sich um eine Hospitation in der Redaktion „Dokumentationen“ innerhalb der Hauptredaktion „Politik und Zeitgeschehen“. „ZDFzoom“ befasst sich investigativ mit gesellschaftlich relevanten Themen der Innen- aber auch Außenpolitik und arbeitet diese in ca. 30-minütigen Dokumentationen auf, welche immer mittwochs um 22:45 Uhr ausgestrahlt werden.

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Q+Kamingespräch mit Professor Dr. Dr. h.c. mult. Horst Hippler, ehem. Präsident der Hochschulrektorenkonferenz

Im Rahmen des Seminars “Forschen, Publizieren, Qualitätssicherung und Kosten” wurde es uns ermöglicht, einen (gelockerten) wissenschaftlichen Dialog mit einem bekannten und auch polarisierenden Repräsentanten des deutschen Wissenschaftssystems zu üben: Gast bei unserem Q+Kamingespräch am 16. November 2019 war der ehemalige, langjährige Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Universitätsprofessor Dr. Dr. h. c. mult. Horst Hippler.

Zunächst gab Prof. Hippler einen kurzen Überblick über die Entstehung und Entwicklung der deutschen Universitäten, den Export des Humboldtschen Universitätskonzeptes in die Welt und die aktuelle Situation im nationalen und internationalen Spannungsfeld. Einen besonderen Fokus legte Prof. Hippler vor allem auf das Urheberrecht in der Wissenschaft und auf die Digitalisierung.

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Resilienz - Reaktionen auf und Umgang mit Stress

Am Q+ Workshop „Resilienz – Reaktionen auf und Umgang mit Stress“, den der wissenschaftliche Geschäftsführer des Deutschen Resilienz Zentrums (DRZ), Prof. Beat Lutz, und Prof. Raffael Kalisch, Direktor des Neuroimaging Center Mainz gestalteten, nahmen 12 Q+Studierende der Fächer Amerikanistik, Bildende Kunst, Deutsch, Englisch, Erziehungswissenschaften, Katholische Religionswissenschaften, Linguistik, Musik, Philosophie, Physik, Spanisch und Rechtswissenschaft teil. Zuerst gingen wir dem Resilienzbegriff auf den Grund und versuchten, seinen wissenschaftlichen Gehalt aus interdisziplinären Perspektiven – etwa der Hirnforschung, Psychologie, Verhaltens- und Neurobiologie – freizulegen.

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Q+Seminar „Ästhetik der Gewalt“ mit Professor Dr. Dr. h.c. mult. Hans Ulrich Gumbrecht von der Stanford University/USA

Ob beim Unfall auf der A3, im Kino, beim Videospiel oder auch in der Sportarena: Evidenz für von Gewalt ausgehender Faszination lässt sich in den unterschiedlichsten Bereichen menschlichen Lebens finden. Professor Gumbrecht von der Stanford University hat nun in seinem Seminar mit dem Titel „Ästhetik der Gewalt“ eben jene Faszination in Zusammenarbeit mit zehn Q+ Studierenden intensiv unter die Lupe genommen. Durch die interdisziplinäre Gruppenkonstellation, unter den Studierenden waren die Bereiche der Anglistik, der Amerikanistik, der Germanistik, der Mathematik, der Musik, der Physik, der Publizistik, der Soziologie, der Sport- und der Wirtschaftswissenschaften vertreten, kam es so zu einem Gesprächsklima, dessen Produktivität sogar den international hochdekorierten US-Wissenschaftler zu überraschen wusste.

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Studentenforum zu politischen Kulturen Europas in der Villa Vigoni

Vom 16.09. bis 19.09. fand in Italien am Comer See in den Räumlichkeiten der Villa Vigoni e.V. das deutsch-italienische Studentenforum „Politische Kulturen als Teil des kulturellen Erbes in Europa – interne Divergenzen und globale Perspektiven“ statt. Sechs Studierende des Q+ Programms wurden nach einem internen Q+Bewerbungsverfahren ausgewählt, um mit weiteren 20, von der Villa Vigoni eingeladenen Studierenden vor Ort ihre interdisziplinären Perspektiven in die Diskussion einzubringen. Die dreitägige Veranstaltung, die seit 7 Jahren an der Villa Vigoni stattfindet, fördert explizit Diskussionen zwischen deutschen und italienischen Studierenden zu den wichtigsten aktuellen Themen in Deutschland und Italien, aber auch auf europäischer und internationaler Ebene.

In Vorbereitung auf das Studentenforum traf sich die Q+Gruppe zu einem Einführungsseminar. Zu Beginn stellten die Studierenden sich und ihre Perspektiven auf das Thema des Forums vor. Daraus entstanden bereits erste Diskussionen, die einen Ausblick auf die zu erwartenden Debatten gaben.

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Konzertbesuch "Small Gifts"

„Small gifts”- so hieß das Konzert, dass wir als Q+Studierende am 13. Juli in Wiesbaden besuchten. Im Rahmen des Rheingau Musik Festivals konzertierte der international bekannten und ausgezeichneten Countertenor Andreas Scholl, die Flötistin und Professorin für Alte Musik, Dorothee Oberlinger, und das Ensemble 1700 in der Lutherkirche.

In einem Einführungsseminar der Musikwissenschaftlerin Dr. Gabriela Krombach erhielten wir einen Überblick über die Barockepoche, die historische Aufführungspraxis und erfuhren unter anderem wie der Konzerttitel zustande kam. Er geht zurück auf einen Brief Bachs, in dem er seine Musik als kleine Gabe beschreibt. Zudem erarbeiteten wir uns einen Überblick über die aufgeführten Werke Bachs, Handels und Vivaldis, deren Viten und typische musikalische Stilelemente.

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Lesung und Workshop mit Rajesh Parameswaran

Am 14. Juni 2018 lud das Studienprogramm Q+ zu einer Lesung des US-Autors Rajesh Parameswaran ins Philosophicum ein. Vor einer kleinen, fachlich aber bunt gemischten Gruppe las der Schöpfer der viel gelobten Kurzgeschichtensammlung „I Am An Executioner“ aus seinem Werk vor. Im Anschluss stand der Gast für eine Frage- und Diskussionsrunde zur Verfügung, eine Gelegenheit die das Publikum dankbar annahm. Die zahlreichen Fragen waren aber nicht das einzige, was die Nachbesprechung auszeichnete, sondern sicherlich auch die besonnenen Antworten von Herrn Parameswaran. Jede Anmerkung des Auditoriums wurde wertgeschätzt und mit einer ausführlichen und wohl überlegten Erwiderung vergoldet.

Am Folgetag begegneten die teilnehmenden Q+ Studierenden Herrn Parameswaran erneut, diesmal in einem noch kleineren Rahmen. Unter Anleitung von Herrn Knöppler und Frau Krian wurde eine kreative Schreibübung durchgeführt, an der auch der Autor mit Begeisterung teilnahm.

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„Die Junge Akademie im Fokus“. Teilnahme an einer Gelehrtenversammlung der AdW Mainz

Am 13.4.2018 besuchte das Studienprogramm Q+ die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Die Teilnehmenden wurden herzlich begrüßt von Prof. Dr. Claudius Geisler, dem Generalsekretär der Akademie, der die Gruppe durch die großzügigen Räumlichkeiten führte und sie über die spannenden Aufgaben und weitreichenden Forschungsgebiete der Akademie informierte.

Im Anschluss durften die Teilnehmenden an einer Gelehrtenversammlung teilnehmen, auf der vier Mitglieder der „Jungen Akademie,“ einer interdisziplinären Gruppe von herausragenden, durch die Akademie geförderten, Nachwuchsforschenden aus den unterschiedlichsten Fachgebieten, ihre aktuellsten Forschungsergebnisse vorstellten. So hatten die Q+Studierenden die besondere Möglichkeit, spannenden Vorträgen aus ganz unterschiedlichen Disziplinen – aus der Psycholinguistik, der Archäologie, der funktionellen Morphologie und Biomechanik und der Philosophie – zu folgen.

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Q+ Exkursion an das Deutsche Primatenzentrum in Göttingen

Im Rahmen der Q+ Veranstaltung "Stammzelltherapie bei Herzerkrankungen - Tierversuche und Erkenntnisgewinn für die Menschheit" unternahm das Studienprogramm Q+ eine Exkursion nach Göttingen an das Deutsche Primatenzentrum. 

Die Deutsches Primatenzentrum GmbH (DPZ, gegründet 1977) ist ein eigenständiges Forschungsinstitut mit Servicecharakter für die deutsche Wissenschaft. Es ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und wird anteilig vom Bund und von den Ländern finanziert.

Am DPZ empfingen uns Prof. Rüdiger Behr, Dr. Gerrit Hennecke und Dr. Susanne Diederich um mit uns über die ethischen und wissenschaftlichen Implikationen von tierexperimenteller Forschung an nicht-humanen Primaten zu sprechen.

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Q+ Projekt mit dem THW Mainz: Gesellschaftlicher Zusammenhalt hautnah

Im Wintersemester 17/18 kooperierte das Studienprogramm Q+ für die Projekte "Stromausfall und Gesellschaft" und "Flüchtlinge und Ehrenamt" mit dem THW Mainz. Leonard Palm, Student der Publizistik und Kunstgeschichte an der JGU, lässt uns in diesem Beitrag an seinen Erfahrungen im Projekt "Flüchtlinge und Ehrenamt" teilhaben:

Entgegen dem „gesellschaftliche Zusammenhalt“ drohen plötzlich Hass und Zwietracht im Land. Der Innenminister sah sich gar gezwungen, ihn zur Chefsache zu erklären. Die Zwietracht verwundert nicht. Wer kann zusammenhalten, der sich gar nicht kennt? Wie einsam sind da erst Flüchtlinge, die unvorbereitet in ein fremdes Land mit fremder Sprache geworfen werden?

In Deutschland lebt es sich einsam. Integration, ob für In- oder Ausländer, ist nicht selbstverständlich, sondern erfordert bewusstes Handeln.

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