Vergangen und doch gegenwärtig: Die Kunst der dramatischen Literatur

Maxi Obexer, Foto: Nane Diehl

„Theaterstücke stehen von ihren Ursprüngen her in der Funktion, die drängenden Fragen zu stellen, die eine Gesellschaft umtreibt.“

Dieses Zitat stammt aus dem Manifest des Neuen Instituts für dramatischen Schreiben, welches Maxi Obexer 2014 zusammen mit Sasha Marianna Salzmann gegründet hat. Die Autorin, Dozentin, Verfechterin der Gerechtigkeit und Querdenkende Maxi Obexer lehrte in den USA und Deutschland, erhielt mehrere Preise für ihre Werke und gab im Oktober 2019 einen Q+Workshop unter dem Titel "Vergangen und doch gegenwärtig: Die Kunst der dramatischen Literatur". Nachdem ihr jüngstes Theaterprojekt „Verlorene Kämpfer – Vom Ende der Roten Armee Fraktion“, welches von Q+Studierenden begleitet wurde, im April 2019 Premiere im Staatstheater Wiesbaden hatte, arbeitete sie erneut mit Q+Studierenden unterschiedlicher Fächer zusammen. Dabei wurde die Kunst der Darstellung des Vergangenem im Gegenwärtigen thematisiert und dem politischen Anspruch der Dramatik auf den Grund gegangen.

Nach einer Einführung in die wichtigsten Elemente und Formen der dramatischen Literatur, fokussierte der Workshop auf die Relevanz des Aufblitzens des Vergangenem im Hier und Jetzt. Als Beispiel wurde Obexers Text "Gletscher" sowohl in der Hörspielfassung als auch als Text rezipiert. In diesem Kontext formulierten die Studierenden einen dramatischen Text. Einige der in kurzer Zeit entstandenen Kunstwerke sehen Sie hier:

"Der Tag, an dem der Fisch gestohlen wurde" von Maren Toepler (Erziehungswissenschaft)

"Ich sitze auf dem Boden" von Katharina Schelp (Germanistik, Philosophie)

"Sei dir der Konsequenzen bewusst" von Anna (Psychologie)

"Soliloquium zwischen mir und meiner Vergangenheit" von Melanie Kroska (English Literature and Culture)

"Vergangen und doch gegenwärtig" von Maylin Amann (Geschichte, Germanistik)

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