Veranstaltungsprogramm WiSe 24/25

Q+Veranstaltungen mit diesem Logo entstanden durch die Initiative und/oder durch aktive Mitgestaltung von Q+Studierenden oder Q+Alumni:

Dieses Logo kennzeichnet internationale Q+Veranstaltungen, die zeitgleich in Mainz und an Standorten im Ausland stattfinden und die Teilnehmende bzw. Lehrende aus den jeweiligen Ländern bestreiten:

 

 

Gender|U

Leitung: Julia Reichenpfader

ab 28.10.2024 wöchentlich montags | Einführungsveranstaltung am 28.10. von 18.15 - 19.45 Uhr,
danach montags 16.15 – 17.45 Uhr

2 Leistungspunkte

Teilnahmevoraussetzungen: Interesse am Themenkomplex GENDER.

Anforderungen: Aktive Teilnahme an der Ringvorlesung. Abgabe einer schriftlichen Ausarbeitung am Ende des Semesters von 2-5 Seiten.

Inhalt:
Im Wintersemester 2024/25 veranstalten das Studienprogramm Q+ und die Kunsthochschule Mainz gemeinsam mit der Universität Bremen, der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Kunstuniversität Linz erstmals eine internationale Ringvorlesung. Es sind Beiträge zur Genderforschung versammelt, die einen Fokus auf Gefühl, Affekt und Emotion legen.

Die Ringvorlesung mit dem Schwerpunkt Gender (seit dem WiSe 2021/22 etabliert) geht aus einer Kooperation des Studienprogramms Q+ der JGU Mainz und der Kunsthochschule Mainz hervor. Anliegen ist es, einen Einblick in die wissenschaftlichen Arbeiten von Lehrenden unterschiedlicher Disziplinen zu geben, die sich mit der Kategorie Gender auseinandersetzen. Im kommenden Winter wollen wir die Diskussion vertiefen und neue wissenschaftliche Impulse setzen.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein. Die Ringvorlesung findet erstmals online statt. Der Link folgt demnächst hier.

Die Eröffnungsveranstaltung am 28.10. beginnt einmalig um 18:15 Uhr, alle folgenden Veranstaltungen finden um 16:15 Uhr statt!

Ablauf:
28.10.2024 | Insa Härtel | Kulturwissenschaft | Affekt im Vokabular des Triebs

04.11.2024 | Wiltrud Hackl | Künstlerisch-wissenschaftliche Forschung | Iss mich! Über den Begriff des Begehrens im Wasserfrauenmotiv

11.11.2024 | Dagmar Brunow | Filmwissenschaft | Home Movies archivieren. Über queere Lesbarkeit, Affekte und Ambivalenzen der Sichtbarkeit

18.11.2024 | Rachel Etse | Ethnologie | Unsichtbare Narben: Rassismuserfahrungen Schwarzer Menschen in Deutschland

25.11.2024 | Marietta Kesting | Medien-, Kunst- und Kulturwissenschaft | In die Zwischenräume von Affekt und Politik hin(ein) hören

02.12.2024 | Barbara Paul | Kunstgeschichte | Queer*ing Laughter. Affekt, Körper und Wissen in der Gegenwartskunst

09.12.2024 | Stephanie Höllinger | Katholische Theologie | Das emotionale Geschlecht. Theologische Reflexionen zum Verhältnis von Vernunft, Gefühl und Weiblichkeit

16.12.2024 | Ulrike Hanstein | Kunst- und Medienwissenschaft | Carolee und ich: Anhänglichkeit und Archivarbeit

13.01.2025 | Kea Wienand | Kunstwissenschaft | Ein Afrika-Zimmer erben, bewohnte Geschichte dekolonisieren – das Fotobuch von Anne Schönharting

20.01.2024 | Brigitte Bargetz | Politikwissenschaft | „Holding Out for a Hero“? Knausgårds „Min Kamp“ als affektiver politischer Resonanzraum

27.01.2024 | Cecilia Valenti | Filmwissenschaft | Aktivismus, Archiv, Subalternität. Zum Verhältnis von dekolonialistischer Theorie und Feminismus

Lernziele:
Kennenlernen von und kritische Auseinandersetzung mit Diskursen rund um das Thema Intersektionalität aus interdisziplinärer Perspektive.

Zusätzliche Informationen:
Die Vorträge der Ringvorlesung können von Personen, die nicht im Studienprogramm Q+ sind, auch einzeln besucht werden.
Weitere Infos zu den Vorträgen und Referierenden folgen hier demnächst. 

Issues of Citizenship and Immigration: The Role of Media in Our Conceptions of Belonging [Course in English]

Leitung: Dr. Mitchell John Gauvin

08.11.2024 | 09.00-16.30 Uhr
15.11.2024 | 09.00-16.30 Uhr
22.11.2024 | 09.00-16.30 Uhr

3 Leistungspunkte

Teilnahmevoraussetzungen: Good English skills - all readings and class discussions will be in English. For participation, students are expected to complete all the necessary readings prior to class and complete the in-class activities, which will include writing exercises and discussion prompts.

Anforderungen: Students will be required to complete a short, 5-10 minute in-class presentation on a topic of their choosing.

Inhalt:
Citizenship is a highly contested term, and in the face of globalization, citizenship has emerged with new urgency and emphasis as various political movements around the world seek to recentre the nation-state as the premier site of allegiance. This has coincided with calls for increased border security, the rationoning of legal memberships, and strictor immigration controls.
Despite progress in the expansion of rights, many still face hurdles to equal recognition and enfranchisement. This course explores how citizenship has endured as a cultural idea that still influences popular conceptions of membership. Despite its legal dimensions, citizenship is tied to activities that are not strictly bounded by the law. Various forms of media—novels, speeches, films, television, etc—constitute key sites where citizenship is negotiated, represented, and distributed, and though media cannot resolve some of the central legal questions that surround citizenship, it can nonetheless contour our understanding of what is at stake in its performance.
Media therefore textures and deepens our appreciation of citizenship in a way that bureaucratic and legal documents cannot. This course will offer students a chance to engage with media representations of citizenship in order to gain a fuller understanding of how citizenship has changed over time. Part of this task will involve looking at the margins of belonging (noncitizens, refugees, migrants, etc.) to unearth how thsoe without full membership are often imaginatively and theoretically central to citizenship.

Ablauf:
Course Schedule - Readings/Viewings
8 Nov. - Class 1
First Half:
• Various news/media clips
• Kaya and Kayaoglu, “Is National Citizenship Withering Away?” [essay] Second Half:
• “Mr. Lisa Goes to Washington,” The Simpsons [television] • Berlant, “The Theory of Infantile Citizenship” from Sex and Citizenship [book]

15 Nov. - Class 2
First Half:
• The Terminal (2004) [film] • Bixby, Introduction to License to Travel (2022) [book] Second Half:
• Shire, “Conversations about Home (at the Deportation Centre)” [poem] • Davidson, “Spaces of Immigration ‘Prevention’” [essay]

22 Nov. - Class 3
First Half:
• Minari (2020) [film] • Bosniak, “Divided Citizenships” from The Citizen and the Alien [book] Second Half:
• Nam Le, “Love and Honour and Pity…” [short story] • Nguyen, “Vietnamese Refugee Passages, Memory, and Statelessness at Sea”

Lehrende:
Dr. Mitchell Gauvin is a Canadian postdoctoral researcher and visiting scholar in the Obama Institute for Transnational American Studies at Johannes Gutenberg-Universität Mainz. His research focuses on the intersection between citizenship and literature, with particular focus on the role of slavery, immigration, imperialism, and globalization in our imagining and practice of citizenship. He holds a PhD in English Literature from York University, Toronto and has previously taught at York and Toronto Metropolitan University.

Deutschland nach den Wahlen in den Bundesländern Thüringen, Sachsen und Brandenburg – eine Einordnung

Leitung:Dr. Anna-Sophie Heinze

14.11.2024 | 14:15 - 18:30 Uhr

1 Leistungspunkt

Anforderungen: Teilnahme an Kleingruppenarbeit, Übernahme von Impulsreferaten, das Lesen der bereitgestellten Pflichtlektüre.

Inhalt:
Im Herbst 2024 stehen in den ostdeutschen Bundesländern Thüringen, Sachsen und Brandenburg wichtige Landtagswahlen an. In ostdeutschen Bundesländer ist die Unterstützung für populistische und extremistische Parteien gerade in den letzten Jahren stark angewachsen, insbesondere für die Alternative für Deutschland (AfD). Auch das Bündnis Sahra Wagenknecht BSW, das bei der Europawahl im Juni 2024 erstmals antrat, konnte im Osten auf Anhieb bis zu zweistellige Wahlergebnisse erzielen. Diese Entwicklung „an den politischen Rändern“ der Gesellschaft spiegelt eine tiefe Unzufriedenheit mit dem politischen Establishment und den etablierten Parteien in Deutschland wider. Zugleich stellt der wachsende Zuspruch insbesondere für die AfD, einer im Osten vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuften Partei, eine ernsthafte Gefahr für die demokratische Stabilität in Deutschland dar.
Wohin steuert die deutsche Parteienlandschaft nach den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg? Wie sind die Wahlergebnisse einzuordnen und welche Schlüsse lassen sich daraus für zukünftige Wahlen und den gesamtdeutschen Kontext ziehen? Wieso sind Parteien an den „politischen Rändern“ wie etwa die AFD und das BSW so erfolgreich in den ostdeutschen Bundesländern?
Bei diesem Q+Workshop werden wir gemeinsam auf die Wahlergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg blicken, sie gemeinsam einordnen und diskutieren. Nach einem Überblick über zentrale Entwicklungen der Parteienlandschaft und die politikwissenschaftliche Wahlforschung, zeichnen wir im Anschluss den Aufstieg der AFD (Alternative für Deutschland) und des BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) in ostdeutschen Bundesländern nach. In studentischer Kleingruppenarbeit setzen wir uns mit dem Themenkomplex „Politikverdrossenheit“ und mit verschiedenen Perspektiven, (möglichen) Ursachen und Zusammenhängen auseinandersetzen. Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie politische Teilhabe gestärkt und Politikverdrossenheit entgegengewirkt werden kann.

Ablauf:
Freitag, 15. November 2024
14:15 – 14:45 h Begrüßung, Vorstellung, Klärung der Erwartungen
14:45 – 16:30 h Dr. Anna-Sophie Heinze, Universität Trier: Entwicklung der Parteienlandschaft in der BRD und der Aufstieg von AFD und BSW
16:30 – 16:45 h Pause
16:45 – 17:45 h Studentische Kleingruppenarbeit und Kurzpräsentationen
17:45 – 18:30 h Dr. Anna-Sophie Heinze, Universität Trier: Wie weiter nach den Landtagswahlen, Auswirkungen auf Gesamtdeutschland?

Lernziele:
Ziele des Workshops sind:
- Einführung in die sozialwissenschaftliche Wahlforschung
- Kenntnisse zentraler Entwicklung in der Parteienlandschaft der BRD
- Einordnung der Wahlergebnisse der Landtagswahlen in Ostdeutschland
- Diskussion der Konsequenzen der Wahlergebnisse für den gesamtdeutschen Kontext
- Kritische Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex „Politikverdrossenheit“ sowie das Entwickeln konstruktiver Maßnahmen zur Stärkung der politischen Teilhabe und Teilnahme

Lehrende:
Dr. Anna-Sophie Heinze ist Akademische Rätin an der Professur für „Westliche Regierungssysteme – Das politische System der BRD“ an der Universität Trier. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für „Politische Systeme und Systemvergleich“ und im „Mercator Forum für Migration und Demokratie“ (MIDEM) an der TU Dresden. Sie promovierte an der FSU Jena in Politikwissenschaft zum Thema: „Umgang mit der AfD in Landesparlamenten“.

„Facts and Fake News – Wie sichern wir den Wahrheitsgehalt in der täglichen Informationsflut?“

Leitung: Prof. Christian Schemer, Julia Maas (ZDF), Jörn Ratering (ZDF)

15.11.2024 | 10:15 - 17:30 Uhr

2 Leistungspunkte

Anforderungen: Lektüre der vorab bereitgestellten Literatur, aktive Teilnahme, Recherche in Kleingruppen, Kurzvorträge

Inhalt:
Vor allem in Sozialen Medien und in Messenger-Diensten verbreiten sich Falschmeldungen - „Fake News“ - rasend schnell. Auf Online-Plattformen ist es einfach, einseitig über umstrittene Themen zu informieren und andere Ansichten kaum zuzulassen. Das ist kein neues Phänomen. Mit falschen Informationen versuchte man schon immer, Menschen und Meinungen zu beeinflussen. Doch durch die Digitalisierung und die sozialen Netzwerke hat sich diese Entwicklung signifikant verstärkt. Fake News werden heute gezielt und massenhaft verbreitet, um die öffentliche Meinung oder Tatsachen („Alternative Fakten“) zu manipulieren, Emotionen wie Angst und Unsicherheit auszulösen, Stimmungen anzuheizen und extreme Meinungen zu platzieren. Deshalb ist es so wichtig, fragwürdige Inhalte nicht ungeprüft zu akzeptieren oder weiterzuleiten. Denn Fakten können und müssen überprüft und Informationen auf Validität gecheckt werden. Doch wie?
In diesem Workshop möchten wir uns mit genau dieser Frage beschäftigen. Nach einer Vorstellung und der Diskussion des aktuellen Forschungsstandes der journalistischen Nachrichtenentwicklung werden die Verfahren zur Verifizierung von Social-Media-Inhalten am Beispiel der Nachrichtensendungen des ZDF aufgezeigt. Die wichtigsten Methoden werden von uns erlernt und anhand von Beispielen trainiert. Zudem erhalten wir Werkstattberichte aus dem ZDF.

Ablauf:
Freitag, 15. November 2024
10:15 – 10:45 h Begrüßung. Vorstellung und Klärung der Erwartungen
10:45 – 13:00 h Prof. Schemer: „Fakenews – der aktuelle Forschungsstand“.  Vortrag, Diskussion. Studentische AG-Arbeit
13:00 – 14:00 h Pause
14:00 – 17:30 h Julia Maas und Jörn Ratering, ZDF: „Wie sichern wir den Wahrheitsgehalt unserer Nachrichten?“ Vortrag, Diskussion. Studentische AG-Arbeit

Lernziele:
- Kenntnisse des aktuellen Forschungsstandes der journalistischen Nachrichtenentwicklung
- Kenntnisse über Verfahren zur Verifizierung von Social-Media-Inhalten

Lehrende:
Julia Maas ist wissenschaftliche Dokumentarin beim ZDF und beschäftigt sich intensiv mit Faktencheck und Verifikation für die aktuelle Berichterstattung, insbesondere aus Krisengebieten und zu Wahlen. Darüber lehrt sie als Dozentin Faktencheck- und Verifikationstechniken an der Hochschule Darmstadt. Sie ist seit dem Jahr 2000 an den verschiedenen Recherchedesks der Archive des ZDF tätig und hat einen Studienabschluss in Romanistik und Geschichte der Universität Münster.

Jörn Ratering ist wissenschaftlicher Dokumentar beim ZDF in Mainz. Zudem arbeitet er als Dozent an der University of Applied Sciences Darmstadt. Er war Datenjournalist beim Hessischen Rundfunk sowie beim Deutschen Fachverlag in Frankfurt und hat zuvor bei infoNetwork/Mediengruppe RTL gearbeitet. Ratering spricht fünf Sprachen, studierte Ethnologie, Pädagogik und Philosophie an der JGU Mainz um anschließend mit dem Studium der Computer-Informationswissenschaften in sein heutiges Arbeitsfeld einzusteigen.

Christian Schemer ist Professor für Allgemeine Kommunikationswissenschaft am Institut für Publizistik der JGU Mainz. Er studierte Publizistik, Politikwissenschaft und Romanische Philologie, war u.a. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung (IPMZ) der Universität Zürich im Bereich Medienpsychologie und –effekte, Visiting Scholar an der Annenberg School for Communication, University of Pennsylvania in Philadelphia und Vertretungsprofessor für Kommunikationswissenschaft für das Sommersemester an der Ludwig-Maximilians-Universität in München

„Schuld und Sühne?!“ Der deutsche Strafvollzug in der Kritik

Leitung: Zilan Akgül, Prof. Gerhard Kruip, Dr. Christoph Schallert

18.11.2024 | 14.15-18.15 Uhr
19.11.2024 | 14.15-17.30 Uhr

2 Leistungspunkte

Anforderungen: Lektüre der bereitgestellten Literatur, Übernahme von Impulsreferaten, Kleingruppenarbeit

Inhalt:
Das deutsche Strafvollzugssystem steht unter ständiger Beobachtung und Kritik hinsichtlich seiner Effektivität und seines Erfolges. Der Strafvollzug will Straftäter:innen resozialisieren und die Gesellschaft schützen, doch gibt es seit langem zahlreiche Debatten über die tatsächliche Wirksamkeit. Gefangene sollen durch Bildungs- und Arbeitsangebote, Therapie und soziales Training auf ein straffreies Leben nach der Haft vorbereitet werden. Trotz dieser Bemühungen ist die Rückfallquote alarmierend hoch. Studien zeigen, dass ein signifikanter Anteil der Entlassenen innerhalb von drei bis fünf Jahren erneut straffällig wird.

Grundsätzliche Kritik kommt auch von Strafrechtsexpert:innen oder Menschenrechtsorganisationen, die die Inhaftierung als primäre Strafmaßnahme an sich in Frage stellen. Sie argumentieren, dass Freiheitsstrafen oft nicht die gewünschten präventiven und rehabilitativen Effekte erzielen und stattdessen die sozialen und ökonomischen Probleme der Inhaftierten verschärfen. Alternativen wie gemeinnützige Arbeit, Geldstrafen oder elektronische Überwachung könnten in vielen Fällen effizienter und humaner sein.

In unserem zweitägigen Q+Workshop werden wir uns zunächst mit dem Konzept „Schuld und Sühne“ aus gerechtigkeitstheoretischer Perspektive beschäftigen, um uns dann einen Überblick über die rechtlich-kriminologische Konzeption des deutschen Strafvollzugs (Ziele, Grundsätze, Vollzugsformen, Ausgestaltung) und über die Vollzugswirklichkeit zu erarbeiten.

Während des zweiten Workshopstags beschäftigen wir uns mit Gewalt in deutschen Gefängnissen, die fester Bestandteil des Alltags ist. Wir hinterfragen, aus welchen Gründen Gewalt in Gefängnissen stattfindet bzw. stattfinden kann, wer die Täter:innen, wer die Opfer sind und welche Auswirkung dies langfristig auf unsere Gesellschaft hat. Schließlich diskutieren wir Konzepte und Ideen für eine erfolgreiche Rehabilitation im deutschen Strafvollzug.

Ablauf:
Montag, 18. November 2024
14:15 – 16:00 h Prof. Dr. Gerhard Kruip, Professor für Christliche Sozialethik: „Schuld und Sühne aus gerechtigkeitstheoretischer Sicht – eine Einführung“
16:00 – 16:15 h Pause
16:30 – 18:15 h Dr. Christoph Schallert, Kriminologie/Strafrecht, Zentrum für interdisziplinäre Forensik : "Mit dem Haftantritt beginnt die Entlassungsvorbereitung". Konzeption und Wirklichkeit des Strafvollzugs in Deutschland.

Dienstag, 19. November 2024
14:15 – 16:00 h Referierende Kriminalkommissarin: „Gewalt im Gefängnis - ein strukturelles Problem?!“
16:00 – 16:15 h Pause
16:30 – 17:30 h Zilan Akgül, Kriminologische Zentralstelle (KrimZ), Q+Alumna: „Konzepte der Rehabilitation im deutschen Strafvollzug“.

Lernziele:
- Kenntnisse über Konzepte der „Schuld und Sühne“ aus gerechtigkeitstheoretischer Perspektive,
- Konzepte und Wirklichkeit des Strafvollzugs in Deutschland.
- Gewalt in deutschen Gefängnissen
- Konzepte der Rehabilitation im deutschen Strafvollzug

Lehrende:
Zilan Akgül (M.Sc.) hat in Frankfurt am Main und an der JGU Mainz Psychologie studiert und ist zudem Q+Alumna. Nach beruflichen Stationen in der Forensischen Ambulanz und Gutachtenstelle sowie in der ADHS-Transitionsambulanz der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz ist sie nun wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Kriminologischen Zentralstelle e.V., Wiesbaden

Univ.-Prof. Dr. Gerhard Kruip ist emeritierter Professor für Sozialethik der JGU Mainz. Er studierte Mathematik und katholische Theologie an den Universitäten in Paris und Würzburg, wo er auch promovierte und sich habilitierte. Forschungsaufenthalte und Gastdozenturen führten ihn nach Mexiko, Salamanca (Spanien), Jerusalem (Israel), an die Universitäten in Hannover und Köln sowie an die katholische Fachhochschule in Berlin. Von 2000 bis 2009 war er Direktor des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover. Im August 2006 folgte er dem Ruf auf die Universitätsprofessur für Christliche Anthropologie und Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 2012 erhielt Gerhard Kruip den Lehrpreis der JGU Mainz für herausragende Lehrleistungen.

Dr. Christoph Schallert ist Jurist und Kriminologe und arbeitet zum einen als Dozent am Zentrum für interdisziplinäre Forensik an der JGU und zum anderen in der forensischen Praxis als Fachanwalt für Strafrecht und Sozialtrainer, letzteres sowohl in ambulanten Trainingskursen und Projekten als auch mehrere Jahre im Jugendstrafvollzug.

Zudem referiert eine Kriminalkommissarin, die sich im Rahmen ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema Gewalt in deutschen Gefängnissen und der Fürsorgepflicht des Staates geführt hat. Im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Arbeit hat sie mehrere Interviews mit dem Gefängnispersonal über die stattfindende Gewalt, die Opfer und Täter und deren Motive geführt.

"Chaos im Capitol?!“ Die Krise der USA und die entscheidende Präsidentschaftswahl 2024.

Leitung: Prof. Alfred Hornung, Dr. Julia Velten, Dr. Frank Obenland

22.11.2024 | 10.15-16.30 Uhr

1 Leistungspunkt

Anforderungen: Lektüre der bereitgestellten Literatur, Übernahme von Impulsreferaten, Kleingruppenarbeit

Inhalt:
Die US-Präsidentschaftswahl 2024 ist ein weltweit bedeutendes politisches Ereignis, bei dem der Demokrat Joe Biden und der Republikaner Donald Trump erneut im Mittelpunkt stehen. Kritische Beobachtungen werfen inzwischen ernstzunehmende Bedenken hinsichtlich der politischen Stabilität und der demokratischen Integrität auf. Joe Biden, der amtierende Präsident, sieht sich Kritik an seiner innen- und außenpolitischen Bilanz ausgesetzt. Donald Trump hingegen, der erste Ex-Präsident in der US-Geschichte, der wegen einer Straftat rechtskräftig verurteilt wurde und der sich weiteren zahlreiche Gerichtsverfahren stellen muss, polarisiert weiterhin stark und seine wiederholten unbegründeten Behauptungen über Wahlbetrug gefährden das Vertrauen in demokratische Prozesse. Beide Kandidaten stehen für eine tief gespaltene politische Landschaft und die USA ist derzeit mit ihrer größten gesellschaftlichen Krise seit dem amerikanischen Bürgerkrieg im 19. Jahrhundert konfrontiert. Zugleich steht das US-Wahlsystem ganz grundsätzlich in der Kritik. Das System, das ursprünglich zur Wahrung eines föderalen Gleichgewichts konzipiert wurde, führt häufig dazu, dass der Präsident ohne Mehrheit der landesweiten Wählerstimmen gewählt wird. Diese Diskrepanz untergräbt das Prinzip der demokratischen Repräsentation und fördert das Misstrauen in die Legitimität der Wahlergebnisse. Zudem begünstigt das Wahlsystem ein Zwei-Parteien-System und erschwert den Aufstieg alternativer politischer Bewegungen. Die Rolle des Geldes in Wahlkämpfen und der Einfluss von Lobbygruppen werfen zusätzliche Fragen zur Fairness und Transparenz des US-Wahlsystems auf. Reformen sind dringend erforderlich, um die demokratische Legitimität und das Vertrauen der Wähler wiederherzustellen.

In diesem Q+Workshop beleuchten wir das US-Wahlsystem aus grundsätzlicher, historischer und aktueller Perspektive, erarbeiten dazu in Kleingruppen Kritik und Verbesserungsideen. Im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit dem konkreten Ausgang der Präsidentschaftswahl vom 6. November 2024 und diskutieren die Konsequenzen hinsichtlich der amerikanischen und internationalen Politik.

Ablauf:
10:15 h – 12:30 h Das US-Wahlsystem aus grundsätzlicher, historischer und aktueller Perspektive. Vortrag und studentische Kleingruppenarbeit.
12:30 h – 13:30 h Pause
13:30 h – 16:30 h Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahl vom 06. November 2024 und ihre innen- und außenpolitischen Auswirkungen. Vortrag und studentische Kleingruppenarbeit.

Lernziele:
- Kenntnisse über Geschichte, Strukturen und Abläufe des US-Wahlsystems
- Verbesserungsbedarf und -ideen des US-Wahlsystems
- Ergebnisse und Konsequenzen der Präsidentschaftswahl 2024

Lehrende:
Alfred Hornung ist seit 1988 Professor für Amerikanistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er hat Gastprofessuren an verschiedenen europäischen, amerikanischen, kanadischen und chinesischen Universitäten wahrgenommen, war Fellow in Harvard, Yale und am National Humanities Center in North Carolina und ist Mitglied des Center for Cross-cultural studies an der Peking University. Seine Veröffentlichungen liegen im Bereich des Modernismus, Postmodernismus, Life Writing, interkulturelle und transkulturelle Studien. Seit 2008 ist er gewähltes Mitglied des Fachkollegiums Literaturwissenschaft der DFG. Von 2011-2013 war er Vorsitzender der Bewertungsgruppe für das Forschungsrating Anglistik / Amerikanistik des Wissenschaftsrats. 2013 wurde ihm der Carl Bode-Norman Holmes Pearson Prize der American Studies Association für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Amerikastudien in Washington verliehen.

StartUps - Starting a business with no business background

Leitung: Ulrich Böttcher, Dr. Marlene Gottwald, Prof. Dr. Anna Rosinus, Albert Vallendar

25.11.2024 | 10:15 - 18:00 h
02.12.2024 | 10.15 - 16.30 h

2 Leistungspunkte

Teilnahmevoraussetzungen: Lektüre der bereitgestellten Literatur, Übernahme von Impulsreferaten, Kleingruppenarbeit, Motivation zur theoretischen Erarbeitung einer Gründungsidee

Inhalt:
Müssen Gründende eines eigenen Unternehmens Betriebswirtschaftslehre oder Management studiert haben? Müssen sie nicht! Tatsächlich sind Wirtschaftswissenschaften bzw. Management nicht die Studienfächer mit der höchsten Gründungsquote unter den Absolvent:innen. Dennoch sind solide Kenntnisse der wichtigsten Begriffe und Konzepte einschließlich ihrer Abhängigkeiten entscheidend, um den Erfolg eines StartUps zu garantieren und/oder sein Scheitern zu verhindern.

Am ersten Tag des zweiteiligen Q+Workshops werden die Studierenden in das Thema Entrepreneurship im Allgemeinen eingeführt, d.h. in verschiedene Arten des Unternehmertums sowie in Relevanz und Hindernisse von Unternehmensgründungen. Sie lernen grundlegende betriebswirtschaftliche Begriffe (wie Umsatz, Gewinn, Kosten, Pricing, Finanzierung usw.) und moderne Wege zur Unternehmensgründung (z. B. "Lean Startup") kennen. Dabei wird zwischen theoretischen "Kick-offs" und Teamwork-Sessions, in denen die Teilnehmenden fiktiv ein Unternehmen gründen, gewechselt.

Am zweiten Workshoptag blicken die Teilnehmenden auf die ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen am Beispiel des Bundeslandes Rheinland-Pfalz und diskutieren Fragen wie: Was macht einen attraktiven Standort für ein Startup aus? Wie gestalten sich die optimalen Bedingungen für eine aktive Startup-Szene? Wie entsteht ein lebendiges und dynamisches Gründungs-Ökosystem in Rheinland-Pfalz?

Die Studierenden lernen zudem bei Gesprächen mit zwei StartUp-Gründern bzw. Geschäftsführern von inzwischen international erfolgreichen Unternehmen aus Mainz anhand individueller Erfahrungen, wie aus konkreten unternehmerisch-gesellschaftlichen Visionen erfolgreiche Firmen entstehen können, welche Persönlichkeiten und Charakteristika Unternehmensgründer/innen mitbringen müssen, um erfolgreich zu sein und welche Risiken für ein Scheitern überwunden werden müssen.

Ablauf:
Montag, 25.11.2024
10:15 h – 18:00 h "StartUp und Entrepreneurship“ – Einführung und studentische Interaktion, Referentin: Prof. Dr. Anna Rosinus, Professorin für Management, HS Mainz

Montag, 02.12.2024
10:15 h – 11:45h „StartUp Standort Rheinland-Pfalz – Chancen und Potenziale“. Referentin: Dr. Marlene Gottwald, Referat Existenzgründungen, Startup Office, Kreativwirtschaft, Technologietransfer, Digitalisierung in der Wirtschaft am Ministerium für Wirtschaft RLP
11:45 h - 12:45 h Gesprächsrunde „Die Situation in RLP und Deutschland für StartUps“: Dr. Gottwald, Ministerium der Wirtschaft RLP, Albert Vallendar, Geschäftsführer von IT-Impulse, Ulrich Böttger, Job-Impulse
12:45 h  – 13:45 h  Pause
13:45 h – 15:00 h Impulsvorträge von Albert Vallendar und Ulrich Böttger zu Standortaspekten und/oder bürokratischen Hürden
15:00 h – 15:15h  Pause
15:15 h – 15:45 h Kleingruppen-Arbeit: Was könnten wir besser machen?
15:45 h – 16:30 h Präsentation und Diskussion der Gruppenergebnisse danach Ausklang bei Häppchen und Wein

Lernziele:
- Kenntnisse über grundlegende betriebswirtschaftliche Begriffe und moderne Wege zur Unternehmensgründung (z. B. "Lean Startup")
- Chancen und Risiken bei Unternehmensgründungen;
- StartUp Standort Rheinland-Pfalz – Chancen und Potenziale

Lehrende:
Dr. Marlene Gottwald ist Leiterin des Startup Office RLP und Referentin für die Digitalisierung in der Wirtschaft im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz. Zuvor leitete sie den Forschungsbereich Digitalisierung und Gesellschaft am Ferdinand-Steinbeis-Institut. Sie promovierte im Fach Europäische Politik an der University of Edinburgh und an der Universität zu Köln.

Prof. Dr. Anna Rosinus ist studierte Diplom-Kauffrau und Diplom-Volkswirtin. Sie promovierte an der TU Darmstadt, bevor sie 2010 die Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Strategie, Management, Entrepreneurship am Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Mainz übernahm. Sie ist zudem u.a. als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, als Projektmanagerin Strategie und Beteiligungen bei der SCHUFA Holding AG und als Abteilungsleiterin Marketing International bei JOST World tätig.

Albert Vallendar und Ulrich Böttcher sind Geschäftsführer bei der JobImpulse Gruppe. Das heute mit über 8.500 Beschäftigten und 53 Geschäftsstellen in 12 Ländern agierende Personaldienstleistungsunternehmen wurde im Jahr 2006 gegründet und das ursprüngliche Geschäftsfeld der Arbeitnehmerüberlassung international und technologisch diversifiziert. Daraus entstanden sind Geschäftsfelder im Bereich der Softwareentwicklung, Aerospace oder kollaborierenden Robotern. Heute ist die Firmengruppe in drei Bereiche aufgeteilt: JobImpulse mit Schwerpunkt in Arbeitnehmerüberlassung und Recruitment, IT-Impulse mit Ingenieur- und Entwicklungsdienstleistungen und Wittker+Wittmann mit der klassischen Personalberatung und Direct Search von Fach- und Führungskräften.  JobImpulse wurde 2020 als TOP-Mittelstands Arbeitgeber in Deutschland und 2019 als TOP-Personaldienstleiter des Jahres 2019 ausgezeichnet.

Wie umweltbewusst(er) Reisen? Über nachhaltigen Tourismus

Leitung: Dr. Sabrina Seeler, Laura Steden, Marco Giraldo

09.12.2024 | 10.15 - 18.00 Uhr

2 Leistungspunkte

Teilnahmevoraussetzungen: Lektüre der bereitgestellten Literatur, Übernahme von Impulsreferaten, Kleingruppenarbeit

Inhalt:
Neue Länder, neue Kulturen, das Ferne und Fremde kennenlernen, aus dem Alltag ausbrechen, sich selbst finden und weiterentwickeln – Menschen haben vielfältige Gründe, weshalb sie auf Reisen gehen. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach umweltfreundlicheren Reisemöglichkeiten, nach sog. „nachhaltigem Tourismus“ angesichts des Klimawandels stetig.

Nachhaltiger Tourismus will darauf abzielen, die negativen ökologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen des Reisens zu minimieren und gleichzeitig positive Effekte zu maximieren. Nachhaltiger Tourismus strebt an, die Bedürfnisse der Reisenden zu erfüllen, während die Umwelt zugleich geschützt und die kulturelle Integrität sowie die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung erhalten bleiben. Geht das?

Trotz Bemühungen um Nachhaltigkeit bleibt der ökologische Fußabdruck des Tourismus erheblich. Flugreisen, ein zentraler Bestandteil des internationalen Tourismus, sind eine bedeutende Quelle von Treibhausgasemissionen. Maßnahmen wie CO₂-Kompensation und der Einsatz erneuerbarer Energien sind zwar Schritte in die richtige Richtung, jedoch oft nicht ausreichend, um die umfassenden Umweltauswirkungen zu neutralisieren. Was also tun?

In diesem zweitägigen Q+Workshop werden wir uns zunächst mit „Reisen als Persönlichkeitsentwicklung“ beschäftigen, Einstellungs- und Verhaltenslücken thematisieren und unser eigenes Reiseverhalten sowie den ökologischen Fußabdruck, den wir dabei hinterlassen, reflektieren. Im zweiten Workshopteil diskutieren wir mit Vertreter:innen deutscher Tourismusunternehmen, wie große Tourismuskonzerne mit dem sich wandelnden Markt umgehen und ob bzw. wie nachhaltiger Tourismus zertifiziert werden kann.

Ablauf:
Montag, 09. Dezember 2024
10:15 – 10:30 h Begrüßung, Vorstellung und Klärung der Erwartungen
10:30 – 11.15 h Studentische Arbeitsgruppen: Wie reise ich selbst? Welche Erfahrungen habe ich dabei gemacht? Wie kann ich nachhaltig reisen?
11:15 – 11:45 h Studentische Kurzpräsentationen
11:45 -12:30 h Gemeinsame Diskussion und Einordnung von Dr. Sabrina Seeler, FH Westküste
12:30 – 13:30 h Pause
13:30 – 15:00 h Dr. Sabrina Seeler, FH Westküste : Reisen als Persönlichkeitsentwicklung – Reisen und Einstellungs-/Verhaltenslücken
15:00 – 15:15 h Pause
15:15 – 18:00 h Dr. Sabrina Seeler, FH Westküste: Mein ökologischer Fußabdruck als Reisende:r

Dienstag, 10. Dezember 2024
10:15 h – 12:30 h Laura Steden, DERTOUR Group: „DER Welt verpflichtet“.
12:30 h – 13:30 h Pause
13:30 – 15:30 h Marco Giraldo, TourCert: Nachhaltiger Tourismus durch Zertifizierung

Lernziele:
- Kenntnisse über das Reisen als Persönlichkeitsentwicklung
- Mein ökologischer Fußabdruck
- Konzepte der Zertifizierung nachhaltigen Reisens
- Maßnahmen zur Förderung der Nachhaltigkeit großer Tourismusanbieter

Lehrende:
Dr. Sabrina Seeler, Deutsches Institut für Tourismusforschung an der Fachhochschule  Westküste, hat „Tourismus- und Eventmanagement Ostasien/China am Euro-Busuíness-College Hamburg/Deutschland, „BusinessManagement“ an der University of Sunderland/England, International Tourism Management“ an der FH Westküste Heide,/Deutschland und im Bereich  Internatonal Tourism Management an der Auckland University of Technology/Neuseeland promoviert. Sie sammelte vielfältige Berufserfahrung in internationalen Tourismusunternehmen und ist seit 2020 ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Referentin für Forschungsvorhaben am Deutsches Institut für Tourismusforschung.

Laura Steden, ist Director Corporate Responsibility Group beim Reisekonzern DERTOUR, dem zweitgrößten Reiseveranstalter in Europa. Laura Steden verfügt über insgesamt 15 Jahre Erfahrung innerhalb der REWE Group, wo sie in verschiedenen Positionen tätig war. Seit März 2022 leitet sie den Fachbereich Nachhaltigkeit bei der DERTOUR Group. Zuvor war sie unter anderem im Inhouse Consulting sowie als Leiterin des Business Developments der REWE Far East in Bangkok tätig. Zuletzt verantwortete sie den Funktionsbereich Nachhaltigkeit bei REWE und war in dieser Rolle für die Entwicklung und Steuerung der Nachhaltigkeitsstrategie verantwortlich.

Marco Giraldo, ist Geschäftsführer des Unternehmens TourCert gGmbh. TourCert ist eine gemeinnützige Organisation für Zertifizierungen im Tourismus , die „die ökologische, soziale und ökonomische Unternehmensverantwortung im Tourismus fördern“ will. TourCert berät und begleitet Reiseveranstalter, Unterkünfte, Destinationen und andere Tourismusunternehmen bei der Umsetzung eines nachhaltigen Wirtschaftens. Die gGmbh wurde 2009 von den Gesellschaftern die Naturfreunde, kate - Umwelt und Entwicklung in Stuttgart, Tourism Watch sowie der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde als gemeinnützige Gesellschaft (GbR) gegründet.

“(Wie) dumme Sprüche alt aussehen lassen?!“ - Argumentationstraining gegen diskriminierende und hetzende Stammtischparolen

Leitung: Luis Caballero, Zillan Daoud

09.01.2025 | 10:15 - 17:00 Uhr
10.01.2025 | 10:15 - 17:00 Uhr

2 Leistungspunkte

Teilnahmevoraussetzungen:
Lektüre der bereitgestellten Literatur, Übernahme von Impulsreferaten, Kleingruppenarbeit

Inhalt:
Angesichts aktueller politischer Krisen und gesellschaftlicher Herausforderungen begegnet man immer häufiger diskriminierenden Vorurteilen und hetzenden Stammtischparolen in Beruf und Freizeit. Diskriminierende und demokratiefeindliche Positionen haben in den letzten Jahren stark zugenommen.

Ziel des Q+Workshops ist es, die eigenen Kompetenzen im Umgang mit diskriminierenden Parolen und diffamierender Hetze zu stärken. Dabei sollen die Teilnehmenden lernen, besonnen mit verbalen Angriffen umzugehen und Situationen besser zu bewältigen, in denen man sich zunächst hilflos gegenüber vereinfachenden, hetzenden oder menschenverachtenden Äußerungen fühlt. Das Training dient als Hilfestellung für sinnvolles Argumentieren und soll zu besonnenem und beherztem Verhalten ermutigen.

Hierzu werden Charakteristika und Funktionen von Vorurteilen und Diskriminierung beleuchtet und das Bewusstsein für deren individuellen und gesellschaftlichen Auswirkungen geschärft. Weiterhin werden allgemeine Grundlagen von Kommunikation und ihren Bedingungen, als auch typische Kommunikationsstrategien von extremen Rechten und Rechtspopulist:innen und mögliche Gegenreaktionen darauf thematisiert. Das Argumentationstraining erläutert sozialpsychologische, soziologische und politische Motive und Kontexte und eröffnet Analysemethoden und Kommunikationstechniken. Desweiteren sollen im Training gemeinsam grundsätzliche Handlungsempfehlungen erörtert werden.

Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen. Es werden gemeinsam Strategien erarbeitet, um in kritischen Situationen angemessen zu reagieren. Das Training beinhaltet Diskussion, Erfahrungsaustausch und Inputs. Mittels Kleingruppenarbeit und praktischen Übungen werden diskriminierende Aussagen betrachtet sowie typische Situationen nachgestellt und entsprechende Reaktionen erprobt. Pausen sind jederzeit möglich, je nach Bedarf der Teilnehmenden.

Es wird optional empfohlen, dieses Seminar in Kombination mit dem Workshop „COOL DOWN ! Wie verhindern, dass konflikthafte Situationen im privaten oder zivilgesellschaftlichen Raum eskalieren?!“ am Dienstag, 14. Januar 2025 zu belegen.

Lernziele:
- Kenntnisse von Charakteristika und Funktionen von Vorurteilen und Diskriminierung;
- Kenntnisse allgemeiner Grundlagen von Kommunikation und ihren Bedingungen sowie typische Kommunikationsstrategien von extremen Rechten und Rechtspopulist:innen und mögliche Gegenreaktionen.
- Stärkung eigener Kompetenten im Umgang mit diskriminierenden Aussagen.

Lehrende:
Luis Caballero arbeitet als Sozialwissenschaftler zu den Themen Rechtspopulismus, extreme Rechte, Antisemitismus, Rassismus und Demokratietheorie. Er ist Teil der Forschungsgruppe Extreme Rechte und Rechtspopulismus in Rheinland-Pfalz und veröffentlicht regelmäßig zu den genannten Themen. 2019: Ausbildung zum Argumentationstrainer durch die Landeszentrale für politische Bildung in Rheinland-Pfalz.

Zillan Daoud ist Sozialarbeiterin und arbeitet im Bereich Migration und Integration, mit besonderer Ausrichtung auf die Arbeit mit Geflüchteten.
2019: Ausbildung zur Argumentationstrainerin durch die Landeszentrale für politische Bildung in Rheinland-Pfalz.

Q+Reads [Course in English]

Leitung: Dr. Christian Knöppler

Vorbereitungssitzung tba
Lesung und Diskussion tba
Schreibworkshop tba

2 Leistungspunkte

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Sehr gute Englischkenntnisse, Bereitschaft zur Diskussion, zum kreativen Schreiben und gegebenenfalls zum Vortragen eigener Schriften. Vorkenntnisse im kreativen Schreiben sind nicht nötig.

Anforderungen: Vorbereitung von Lektüre, aktive Mitarbeit im Workshop, Kurzessay oder kreativer Text.

Inhalt:
Baustein zu Literatur und kreativem Schreiben auf Englisch. Die Veranstaltung besteht aus zwei Teilen: Einer Lesung mit moderierter Diskussion, in der die Autorin aus ihrem Werk vorträgt und Fragen der Studierenden beantwortet, und einem Workshop, in dem Studierende in verschiedenen Übungen lernen, eigene kreative Ideen zu entwickeln und in Textform zu bringen.
Q+Reads findet statt in Kooperation mit der Picador Guest Professorship for Literature an der Universität Leipzig. Im Rahmen dieser in Deutschland einmaligen Gastprofessur werden jedes Semester amerikanische Autorinnen und Autoren eingeladen, um Literatur und kreatives Schreiben zu unterrichten.

 

Strahlende Kontroversen: Mammografie, CT und die Herausforderungen in Wissenschaftstransfer und -kommunikation

Leitung: Prof. Dr. Elena Link, Theresa Hecker, Dr. Peter Scholz-Kreisel, Prof. Dr. Daniel Wollschläger

28.11.2024 | 10.15 – 18.00 h
29.11.2024 | 14.15 – 17.30 h

2 Leistungspunkte

Anforderungen: Lektüre der zur rechtzeitig zur Verfügung gestellten Literatur. Teilnahme an Gruppen-, Recherchearbeit und Planspielen.

Inhalt:
Wie können Transfer und Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnis und aktueller Forschung gelingen? Und wie wird wissenschaftliches Wissen in die Öffentlichkeit getragen? In diesem Workshop werden wir uns an den Beispielen der Mammografie, des CT und des Strahlenschutzes mit den Themenkomplexen des Wissenschaftstransfers und der Wissenschaftskommunikation beschäftigen.

Die Mammografie als Sceening-Methode zur Früherkennung von Brustkrebs steht immer wieder im Zentrum von Debatten um Strahlenexposition. Zusätzlich wird die Rate falsch-positiver Ergebnisse kritisiert, die zu unnötigen Biopsie-bedingten Eingriffen und psychischem Stress führt.

Ähnlich werden auch Einsätze von Computertomografie (CT) diskutiert, die zwar hochauflösende, dreidimensionale Bilder hervorbringen, gleichzeitig jedoch mit einer erhöhten Strahlenbelastung und entsprechenden Risiken bei wiederholten Untersuchungen einhergehen.

Anhand der oben genannten Beispiele der Mammografie und des CT erarbeiten wir uns Kenntnisse darüber, wie der Transfer wissenschaftlicher Forschung zum anwendungsbezogenen Schutz der Bevölkerung organisiert ist. Dafür werden wir zunächst Theorien und Modelle der Wissenschaftskommunikation kennenlernen und erproben, um anschließend den konkreten Fall der Strahlenforschung und des Strahlenschutzes zu diskutieren.

Ablauf:
Donnerstag, 28. November 2024
10:15 – 13:00: Prof. Dr. Elena Link, Junior-Professorin für Wissenschaftskommunikation: „Theorien und Modelle der Wissenschaftskommunikation“
13:00 – 14:00: Pause
14:00 - 18:00: Theresa Hecker, Social Media Redakteurin in der Pressestelle der JGU, „Angewandte Wissenschaftskommunikation am Beispiel der JGU“ inkl. studentische Kleingruppenarbeit

Freitag, 29. November 2024
14:15 – 15:30: Prof. Dr. Daniel Wollschläger, Leiter Abteilung für epidemiologische Methodik und Strahlenforschung: „Von der Strahlenforschung zum Strahlenschutz in der Medizin am Beispiel des Einsatzes von Mammographie und CT“.
15:30 – 15:45: Pause
15:45 – 16:45: Dr. Scholz-Kreisel, Bundesamtes für Strahlenschutz: „Von der Diagnostik und Anwendungen in der Medizin zum Schutz der Bevölkerung“.
16:45 – 17:00:  Abschlussdiskussion

Lernziele:
- Kenntnisse über Theorien und Modelle der Wissenschaftskommunikation
- Angewandte Wissenschaftskommunikation
- Strahlenschutz in der Medizin am Beispiel des Einsatzes von Mammografie und CT

Lehrende:
Theresa Hecker ist Social Media Redakteurin in der Pressestelle der JGU. Nach ihrem Studium der Germanistik und Geschichte absolvierte sie 2021/22 ein Volontariat in der Stabsstelle Kommunikation und Presse. Crossmediale Wissenschaftskommunikation in Form von Social-Media-Posts und -Videos, Podcasts und klassischer Pressearbeit umgibt sie in ihrer alltäglichen Arbeit.

Prof. Dr. Elena Link studierte Medienmanagement am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Seit 2023 ist sie Junior-Professorin für Wissenschaftskommunikation am Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Zuvor arbeitete sie als Post-Doktorandin am Hanover Center for Health Communication [HC]² des Instituts für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH). Sie war zudem Visiting Scholar an der George Mason University, Washington D.C. und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung der HMTMH.

Dr. Peter Scholz-Kreisel, Abteilung Strahlenepidemiologie und -risikobewertung am Bundesamt für Strahlenschutz BfS. Das BfS arbeitet für die Sicherheit und den Schutz des Menschen und der Umwelt vor Schäden durch ionisierende und nichtionisierende Strahlung. Im Bereich der ionisierenden Strahlung geht es zum Beispiel um die strahlenbasierte Diagnostik und Anwendungen in der Medizin, den Schutz der Bevölkerung bei bundesweiten Notfällen mit radiologischem Bezug und den Schutz vor erhöhter natürlicher Radioaktivität, z.B. vor Radon. Zu den Arbeitsfeldern im Bereich nichtionisierender Strahlung gehören unter anderem der Schutz vor ultravioletter Strahlung und den Auswirkungen des Mobilfunks. Dabei hat neben der Abwehr von unmittelbaren Gefahren die Vorsorge zum Schutz der Bevölkerung, der Beschäftigten in der Arbeitswelt sowie der Patientinnen und Patienten in der Medizin eine entscheidende Bedeutung.

Prof. Dr. Daniel Wollschläger, nach Studium in Kiel sowie an der University of California at Irvine, Promotion in Kiel und PostDoc-Aufenthalt an der University of New South Wales, Sydney leitet Daniel Wollschläger seit 2018 am IMBEI die Abteilung für epidemiologische Methodik und Strahlenforschung. Der Fokus seiner Arbeit ist die Untersuchung des Risikos für gesundheitliche Schäden bei medizinisch oder beruflich begründeter Exposition mit ionisierender Strahlung. Dazu zählen Studien zu kardialen Erkrankungen nach Strahlentherapie bei Brustkrebs sowie zum Strahlenrisiko von Cockpit- und Kabinenpersonal der Lufthansa. Er ist Mitglied der Strahlenschutzkommission und dort Vorsitzender des Ausschusses 'A1/Strahlenrisiko'. Herr Wollschläger ist langjähriges Mitglied der deutschen Delegation für das United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation (UNSCEAR) und dort Mitglied der Expert Groups 'Epidemiological Studies on Radiation and Cancer' sowie 'Second Primary Cancer after Radiotherapy'.

„Ende der demokratischen Repräsentation?“ Entstehung, Geschichte und Zukunftsfähigkeit des westlichen Demokratiemodells.

Leitung: Prof. Melanie Möller, Prof. Hans Ulrich Gumbrecht

12.12.2024 | 10:15 - 17:00 Uhr
13.12.2024 | 10:15 - 17:00 Uhr

2 Leistungspunkte

Anforderungen:
Lektüre der bereitgestellten Literatur, Bereitschaft zur Kleingruppenarbeit, Planspiel

Inhalt:
Westliche Demokratien stehen unter enormem Druck. Gerät das Prinzip der demokratischen Repräsentation, das vor über 2500 Jahren in Griechenland enstand im 21. Jahrhundert an sein Ende? In diesem zweitägigen Q+Workshop wollen wir uns mit der Entstehung, der Genese und der Zukunftsfähigkeit des Prinzips demokratischer Repräsentation befassen.

Am ersten Workshop-Tag blicken wir auf den Beginn des westlichen Demokratiemodells: Die Griechen gelten als ‚Erfinder‘ der Demokratie. Doch schon kurz nach ihrer Entstehung zeigt sich, dass Vorstellungen von Demokratie heterogen geprägt sind und das Konzept in vielerlei Hinsicht krisenanfällig ist.  Anders gelagerte, aber in ihren zeitgenössisch-politischen und historischen Konsequenzen ähnlich weitgreifende Differenzen in der Auffassung von Demokratie treten in der römischen Republik zutage. Im Mittelpunkt stehen dabei wegweisenden Spannungen im Verhältnis von Macht, Partizipation und Repräsentation, die im ersten Teil des Workshops vorgestellt und in ihren historischen Potentialen ausgelotet werden sollen.

Am zweiten Workshop-Tag befassen wir uns mit „Repräsentations-Momenten und Episoden vom fragilen Kern moderner Demokratien“ und untersuchen dabei Demokratieformen seit dem 18. Jhdt. bis in die Gegenwart: Als Norm und Praxis der Delegation politischer Macht seitens einer umfangreichen Gemeinschaft von Menschen ["Gesellschaft"] an eine institutionell umschriebene Formation von Individuen ["Legislative," "Exekutive"] hat "Repräsentation" seit dem 18. Jahrhundert permanent vier Fragen provoziert: Welchen Teil der Gesellschaft und welche Auffassung von Gesellschaft sollen Legislative und Exekutive repräsentieren? Durch welche Verfahren sollen Repräsentanten bestimmt und durch welche Verfahren können sie von der repräsentierten Mehrheit kontrolliert werden?

Aus der Perspektive dieser Fragen lässt sich eine Geschichte von politischer Repräsentation als fragilem Struktur-Kern moderner Demokratien in drei Teilen entfalten:
- Aneignung antiker Formen und Begriffe von Repräsentation in westlichen Aufklärungsbewegungen und bürgerlichen Revolutionen. Emergenz verschiedener Modelle demokratisch-repräsentativer Praxis in der westlichen Politik des neunzehnten Jahrhunderts.
- Alternative Modelle und Auffassungen von Repräsentation als Legitimationsgrundlagen von Systemen des Kommunismus und Faschismus. Die divergenten Dekadenzgeschichten faschistischer und kommunistischer Repräsentationsbegriffe.
- "Repräsentative Demokratie ohne Alternative"? Interne Krisensymptome politisch-repräsentativer Praxis seit der Implosion des Staatssozialismus

Ablauf:
Donnerstag, 12. Dezember 2024
10:15 h - 10:30 h Vorstellung Klärung der Erwartungen
10:30 h - 11:45 h Repräsentation und Krise der Demokratie in der griechisch-römischen Antike.
Vortrag und Diskussion Prof. Dr. Marlies Möller, Berlin
11:45 h - 12:00 h Pause
12:00 h - 13:00 h studentische Klein-AG und Kurzpräsentationen
13:00 h - 14:00 h Pause
14:00 h - 15:30 h "Repräsentations"-Momente: Episoden vom fragilen Kern moderner Demokratien-  Teil I. Vortrag und Diskussion Prof. Dr. Sepp Gumbrecht, Stanford/Prof. Dr.  Marlies Möller, Berlin
15:30 h - 15:45 h Pause
15:45 h - 17:00 h studentische Respons und zusammenfassende Diskussion

Freitag, 13. Dezember 2024
10:15 h - 12:00 h "Repräsentations"-Momente: Episoden vom fragilen Kern moderner Demokratien Teil II. Vortrag und Diskussion Prof. Dr. Sepp Gumbrecht, Stanford
12:00 h - 13:00 h Pause
13:00 h - 14:00 h studentische Klein-AG und Kurzpräsentationen.
14:00 h - 14:15 h Pause
14:15 h - 15:30 h Repräsentations"-Momente: Episoden vom fragilen Kern moderner Demokratien -Teil III.  Vortrag und Diskussion Prof. Dr. Sepp Gumbrecht, Stanford
15:30 h - 15:45 h Pause
15:45 h - 17:00 h studentisches Planspiel "Wie wirken wir dem Demokratieabbau entgegen?", Kurzpräsentationen und zusammenfassende Diskussion

Lernziele:
- Kenntnisse antiker Formen und Begriffe von Repräsentation in westlichen Aufklärungsbewegungen und bürgerlichen Revolutionen
- Kenntnisse über alternative Modelle und Auffassungen von Repräsentationen

Lehrende:
Melanie Möller ist Professorin für Latinistik an der Freien Universität Berlin. Ihre Schwerpunkte liegen auf dem Gebiet der republikanischen und kaiserzeitlichen römischen Literatur sowie deren Rezeption. Sie schreibt regelmäßig für verschiedene Tageszeitungen über antike Klassiker, bildungspolitische und ästhetische Fragen und hat u.a. Monographien zu Cicero, Ovid, Homer und zur Rhetorik verfasst. Zuletzt erschien von ihr die Streitschrift „Der entmündigte Leser“.

Hans Ulrich Gumbrecht ist emeritierter Professor für Literaturwissenschaft an der Stanford University, [nicht emeritierter] Professor für romanische Literaturen an der Hebrew University, Jerusalem, und Distinguished Emeritus Professor an der Universität Bonn. Über mehr als ein halbes Jahrhundert hat er sich auf die Geschichte westlicher Kulturen im Mittelalter, im achtzehnten und im frühen zwanzigsten Jahrhundert konzentriert. Sein intellektuelles Interesse an Phänomenen der Politik ist vor allem begriffs- und epistemologie-historisch motiviert. Er schreibt regelmäßig für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, "Neue Zürcher Zeitung" und "Die Welt." Sein jüngstes Buch "Lives of the Voice – an Essay on Closeness" wird demnächst in deutscher Übersetzung bei Suhrkamp erscheinen.

 

Arabische Kommunikation 1 – 4 – Garda Elsherif

Biblisches Grundwissen (Altes Testament) – Einleitung 1; Allgemeine Einleitung in das Alte Testament – Einleitung 2 – Univ.-Prof. Dr. Thomas Hieke

Biophysikalische Chemie – Univ-Prof. Dr. Carsten Sönnichsen

Das Böse. Theologische und ethische Reflexionen – Prof. Dr. Stephan Goertz; Dr. Stephanie Elisabeth Höllinger

Democracy, Power, Populism: Representations of Politics in US-American Media – Dr. Julia Velten

Der Arabische Raum im 20. Jahrhundert: Nationalismus, Panarabismus, Islamismus – Garda Elsherif

Der überflüssige Mensch? Anthropologie und KI – Univ.-Prof. Dr. Stefan Altmeyer; Univ.-Prof. Dr. Michael Roth

Die Wissenschaftliche Revolution: Grundfragen und Grundlagen ­– Univ.-Prof. Dr. Cornelis Menke; Univ.-Prof. Dr. Tilman Sauer

Die Wissenschaftliche Revolution: Vertiefte Themen – Univ.-Prof. Dr. Cornelis Menke; Univ.-Prof. Dr. Tilman Sauer

EDV – Univ.-Prof. Dr. Franz Rothlauf

Einführung in die Rechtsökonomik – Klaus Ulrich Schmolke

Einführung in die rumänische Kultur – Dr. Anca Gata

Einführung in die Sozialethik – Lic. Theol. Edith Wittenbrink

Einwanderungsland Deutschland: Migration und deren Folgen seit 1945 – Dr. Stephan Walter

Entwicklung von betrieblichen Informationssystemen – Univ.-Prof. Dr. Franz Rothlauf

Experimentelle Methoden in den Sozialwissenschaften – Dave Balzer

Forschungskolloquium des GRK 2304 „Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen“ – Univ.-Prof. Dr. Heike Grieser; Univ.-Prof. Dr. Johannes Pahlitzsch

Frauen in der Stadt im Mittelalter – Dr. Regina Schäfer

Frieden nach dem Frieden – theologische und sozialethische Suche nach einer zeitgemäßen Friedensethik – Prof. Dr. Thomas Eggensperger

Gender und Ethik - Vertiefende Vorlesung Moraltheologie – Prof. Dr. Stephan Goertz

Germanistisch-Historischer Arbeitskreis – Dr. Regina Schäfer

Geschlecht und Gender im antiken Vorderasien – Univ-Prof. Dr. Alexander Pruß; Dr. Ulrike Steinert

Impro-Orchester – Univ.-Prof. Ulrike Tiedemann

Kämpfen um Mainz. Konflikt und Krieg als Herausforderung in der Geschichte der Stadt – Univ.-Prof. Dr. Nina Gallion; Prof. Dr. Johannes Lipps

Kirche und Stadt – historische, theologische und sozialethische Erwägungen – Prof. Dr. Thomas Eggensperger

Lektürekurs Zentrale Texte von Jürgen Habermas – Lic. Theol. Edith Wittenbrink

Lesen und Buchnutzung – Dr. Anke Vogel

Literatur und Philosophie der Romantik – Dr. Anne Pollok; Univ.-Prof. Dr. Barbara Thums

Mensch Frau* forscht und entwirft neue Text(ilien) – apl. Prof. Dr. Dorothea Erbele-Küster

Neuere Forschungen zur Papstgeschichte des 20. Jahrhunderts – Univ.-Prof. Dr. Claus Arnold

Öffentliche Finanzen – Maria Katharina Krempl; Univ.-Prof. Dr. Daniel Schunk

Perspektiven auf Europa – Dr. Stephan Walter

Politische Reden – Dr. Stephan Walter

Projekt Music-Upcycling – Univ.-Prof. Ulrike Tiedemann

Rumänisch Kurs für Anfänger bis A2 Stufe – Dr. Anca Gata

Russisch Grundkurs I – Dr. Astrid Breuer

Russisch Grundkurs II – Dr. Astrid Breuer

Soziologie der Sexualität – Jun.-Prof. Dr. Tobias Boll

TESK Training emotionaler und sozialer Kompetenzen I – Sonja Julia Steltmann

The Body in Theory – Jun.-Prof. Dr. Tobias Boll

The International Bookmarket: How Can Differences between National Book Markets Be Explained and How Are these Markets Connected? – Prof. Dr. Christoph Bläsi

Theoriebildung, Theorieentwicklung, Theorieprüfung – Univ-Prof. Dr. Gunnar Otte

V (MA) Forschungsmethoden – Dr. Alexandru Filip

VISIONS FOR CLIMATE – Timo Graffe

 

Ausführliche Informationen zu den geöffneten Veranstaltungen finden Sie hier.

Recherchepraktikum bei ZDF 'Die Spur'

Leitung: ZDF Die Spur - Redaktion

Ort: ZDF Mainz, Redaktionsgebäude RG 1084, ZDF- Str. 1, 55100 Mainz bzw. über Microsoft Teams von zu Hause aus.

5 Leistungspunkte

Teilnahmevoraussetzungen:
Journalistische Vorerfahrungen sowie ein sicherer Umgang mit Social Media sind erwünscht. Affinität zu gesellschaftspolitischen Themen, eigenständige Recherchearbeit. Im Mai 2023 wurde nach einem Relaunch ZDFzoom von „Die Spur" abgelöst, siehe auch: https://www.zdf.de/dokumentation/die-spur. Das Format legt seinen Schwerpunkt auf OSINT und Datenjournalismus. Daher werden vor allem Bewerber*innen mit entsprechenden Kenntnissen oder zumindest Interesse daran gesucht.

Anforderungen: Hospitanz jeden Montag und Dienstag oder Dienstag und Freitag ab Oktober 2024 vor Ort in der Redaktion oder im Homeoffice - je nach Absprache mit der Redaktion. Langzeitrecherchen nach Absprache mit der Planung. Mitarbeit bei der Social-Media-Arbeit der Redaktion. Sinnvoll ist die gelegentliche Teilnahme an der Redaktionssitzung, jeden Tag ab 10 Uhr, Mo. und Do. ab 10.30 Uhr.

Achtung: Das Praktikum ist nur für Q+Studierende zugänglich und findet während des WiSe 24/25 statt. Der genaue Starttermin wird nach individueller Absprache mit der Redaktion festgelegt. Die Auswahl findet nach einem Vorgespräch mit der Redaktionsleitung statt. Es muss damit gerechnet werden, dass das Praktikum erst bis zu vier Wochen nach Bewerbungsfrist beginnt. Diese Verzögerung kann gegebenenfalls nach Rücksprache mit den Verantwortlichen am Ende nachgeholt werden.

Bewerbung: Bitte melden Sie sich über Jogustine für das Praktikum an und senden Sie eine Bewerbung mit Lebenslauf und Motivationsschreiben als eine PDF-Datei bis zum 10.10.24 an das Q+Team. Wir leiten Ihre Bewerbung dann weiter.

Inhalt: "Die Spur" ist das erste deutsche Doku-Format, das sich der forensischen Aufarbeitung von gesellschaftspolitischen Themen und Ereignissen widmet. Die Journalist*innen arbeiten mit Open-Source-Intelligence (OSINT), recherchieren in Datenbanken und mit Methoden der Bild- und Kontextanalyse. Sie suchen nach Zusammenhängen, stellen Verbindungen her und rekonstruieren digitale Netzwerke. Im linearen TV löst "Die Spur" das bisherige Doku-Format "ZDFzoom" auf dem bekannten Sendeplatz am Mittwoch um 22.45 Uhr ab.

Praktikum Öffentlichkeitsarbeit und Social Media beim Naturpark Rhein-Taunus

Leitung: Geschäftsführung Naturpark Rhein-Taunus

Ort: Veitmühlenweg 5 in 65510 Idstein bzw. im Homeoffice.

Teilnahmevoraussetzungen: Sicherer Umgang mit Social Media, Freude am Verfassen von Pressetexten und am Organisieren. Affinität zu Themen aus den Bereichen Natur- und Umweltschutz, Erholung und nachhaltigem Tourismus, Bildung für Nachhaltige Entwicklung oder nachhaltige Regionalentwicklung.  Eigenständige Recherchearbeit und Bereitschaft, Artikel bzw. Social-Media-Beiträge zur verfassen, die kurzfristig aktuell werden.
Dauer: 01. November 2024 bis 31. März 2025.

Achtung:Das Praktikum ist nur für Q+Studierende zugänglich. Die Auswahl findet nach einem Vorgespräch mit der Geschäftsführung statt.

Bewerbung: Bitte melden Sie sich über Jogustine für das Praktikum an und senden Sie eine Bewerbung mit Lebenslauf und Motivationsschreiben als eine PDF-Datei bis zum 10. Oktober 2024 an das Q+Team. Wir leiten Ihre Bewerbung dann weiter.

Leistungen: Betreuung durch das Naturpark-Team. Die Stelle wird mit 520 €/Monat vergütet und umfasst 10 Std. pro Woche à 12,41 €. Fahrtkostenerstattung kann ggf. nach vorheriger Absprache erfolgen.

Inhalt:Der Naturpark Rhein-Taunus ist auf einer Fläche von 810 km² in den Themengebieten Naturschutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung aktiv. Unsere Träger sind die Stadt Wiesbaden und der Rheingau-Taunus-Kreis. Wir sind ein kleines quirliges Team, welches sich beispielsweise um über 700 km Wanderwege, knapp 100 Parkplätze und 18 Liege- und Picknickwiesen kümmert. Darüber gibt es zahlreiche ehrenamtliche Kräfte wie beispielsweise unsere Naturparkführer:innen. Diese bieten für interessierten Personen Erlebnisführungen per Rad oder zu Fuß zu den kleinen und großen Schätzen der Region.

Mitarbeit im Naturpark-Team nach Absprache vor Ort in der Geschäftsstelle, im Homeoffice oder im Naturparkgebiet vor Ort. Hauptsächlich: Erstellen von Social Media Posts und Beiträge aus der Naturpark-Welt, Fotografieren zur Ergänzung des Naturpark-Fotoarchives inkl. Fotobearbeitung und Archivierung, Aufbau eines Presseordners zur Kommunikation auf den unterschiedlichen Kanälen. Zusätzlich nach Absprache: Erstellen von Pressebeiträgen, Erstellen von Homepage-Inhalten, Entwicklung eines Social-Media-Konzepts, Marktforschung, Messeauftritte.

Lernziele: Eigenständige Erstellung von Presse- und Social-Media-Beiträgen nach Recherche. Einblicke in die Arbeit eines Naturparks. Kenntnisse über Naturschutz, Erholung und Regionalentwicklung.

Zu beachten ist: Die Aktivitäten des Naturparks finden natürlich oft draußen bei Wind und Wetter und teilweise an Wochenenden statt. Die Erreichbarkeit per ÖPNV ist nicht immer gegeben und auch die Betriebsfahrzeuge stehen nur nach Absprache zur Verfügung. Eine Mobilität z.B. per Fahrrad (Mountainbike) oder eigenem Fahrzeug wäre vorteilhaft. Nach Absprache kann eine Wegstreckenentschädigung gezahlt werden.

Pflichtpraktikum Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR) gGmbH

Leitung: LIR

Teilnahmevoraussetzungen:
Ihr Profil:
• Fortgeschrittenes Studium und immatrikuliert im Fach Psychologie oder verwandten Fachbereichen (auch
BWL, Marketing, Kommunikation, etc.)
• Sie benötigen ein Pflichtpraktikum als Teil Ihres Studiums
• Sie können strukturiert und eigenständig arbeiten
• Sie sind flexibel in Ihrer Arbeitszeitgestaltung
• Sie haben einen zuverlässigen und gewissenhaften Arbeitsstil
• Sie sind hoch motiviert unsere Projekte zu unterstützen und können gut im Team arbeiten
• Sie haben eine gute Ausdrucksfähigkeit und gute Englischkenntnisse
• Sie haben Interesse an Resilienz und der Arbeit an einem Forschungsinstitut mit einem starken
Anwendungsbezug

Achtung: Anrechnung für Fachstudium möglich; keine Anrechnung in LP bei Q+
Nähere Informationen unter: https://lir-mainz.de/assets/lir_64.pdf

Inhalt:
Die Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR) gGmbH ist ein wissenschaftlich eigenständiges, außeruniversitäres Forschungsinstitut mit dem Ziel der Erforschung des Phänomens der Resilienz, d.h. der Aufrechterhaltung bzw. raschen Wiederherstellung der psychischen Gesundheit während oder nach akuten oder chronischen stressvollen  Lebensumständen. Sie untersucht die Mechanismen, die Resilienz vermitteln, entwickelt Resilienz fördernde  Interventionen und implementiert wirksame Interventionen in die Gesundheitsfürsorge in Betrieben, Schulen oder Universitäten.

Wir sind jederzeit offen für Initiativbewerbungen und suchen
Praktikant/in (m/w/d)
im Umfang eines Pflichtpraktikums als Teil der Qualifizierung während des Studiums
Zu Ihren Aufgaben gehören je nach Studiengang und Schwerpunkt des Praktikums:
- Unterstützung bei der Konzeption von Vorträgen und Workshops
- Rechercheaufgaben zu verschieden Themen der Gesundheitsförderung
- Erstellung von Texten, Videos, digitalen Medien, etc.
- Mitarbeit und Unterstützung bei Projekten