Veranstaltungsprogramm SoSe 2020

Bitte beachten Sie, dass auf Grund der aktuellen Lage eine Reihe von Veranstaltungen auf das WiSe 20/21 verschoben werden müssen. Näheres finden Sie bei den einzelnen Einträgen.

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen - diskriminierenden, fremdenfeindlichen oder rassistischen Sprüchen und Parolen souverän entgegentreten

Leitung: Anne Waninger, Luis Caballero

Bitte beachten Sie die aktualisierten Zeiten:

5.6.20 10-15:00 (online)
6.6.20 10-15:00 (online)

2 Leistungspunkte

Anforderungen: Aktive Teilnahme

Inhalt: Fast jeder*m fällt es schwer, spontan auf diskriminierende, fremdenfeindliche oder rassistische Sprüche und Parolen die treffende Antwort zu finden. Das zweitägige Argumentationstraining gegen Stammtischparolen soll zunächst sensibilisieren, in unterschiedlichen Kontexten wie Arbeit, Uni oder Freizeit genauer hinzuhören, Dinge zu hinterfragen und einzuhaken, wenn pauschal abwertende Sätze fallen. Die Teilnehmenden lernen geäußerten Vorurteilen die eigene Meinung entgegenzusetzen und die Diskussion auf ein sachliches Niveau zu bringen. Das Argumentationstraining erläutert sozialpsychologische, soziologische und politische Motive und Kontexte und eröffnet Analysemethoden und Kommunikationstechniken. Ziel ist, Parolen, Schlagwörter und Äußerungen auf die Hintergründe ihres Aufkommens zu überprüfen, um anschließend argumentative Gegenstrategien zu Vorurteilen und Stammtischparolen zu entwickeln. Auf Basis eigener Erfahrungen und Erlebnisse der Teilnehmenden werden praktische Gruppenarbeiten und Rollenspiele entwickelt, in denen wirkungsvolle Handlungsmöglichkeiten und Reaktionsweisen eingeübt werden. In der anschließenden gemeinsamen Auswertung werden die Verhaltensweisen und Argumentationsmuster reflektiert und vertieft.

Lernziele: Gesprächsstrategien erlernen, um angemessen auf die Äußerung von Parolen und Verschwörungstheorien reagieren zu können kann.

Empfohlene Literatur:
Keine Voraussetzung, aber hilfreich:

Klaus Peter Hufer: Argumente am Stammtisch – erfolgreich gegen Parolen, Palaver und Populismus, Frankfurt, 2019

Philip Manow: Die politische Ökonomie des Populismus, Berlin, 2018

Luis Caballero: Rechtspopulismus, Inhalte, Funktionen und Akteure, Mainz, 2016: https://www.boell-rlp.de/fileadmin/dokumente/FG_Repop/fb1-rp-allg-begriff.pdf

Lehrende
Anne Waninger studierte Mediendramaturgie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, arbeitet in der Fachstelle gegen Diskriminierung für kulturelle Vielfalt der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland Pfalz, wo sie Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen betreut. Sie wurde 2016 vom Netzwerk Zivilcourage Rheinland-Pfalz zur Zivilcouragetrainerin ausgebildet und seitdem im Bereich der politischen Bildung auch freiberuflich u.a. als Teamerin für Zivilcourage- Argumentationstrainings tätig.

Luis Caballero arbeitet als Sozialwissenschaftler zu den Themen Rechtspopulismus, extreme Rechte, Antisemitismus, Rassismus und Demokratietheorie. Er ist Teil der Forschungsgruppe Rechtspopulismus in Rheinland-Pfalz und veröffentlicht regelmäßig zu den genannten Themen. 2019: Ausbildung zum Argumentationstrainer durch die Landeszentrale für politische Bildung in Rheinland-Pfalz.

Bewegt euch zusammen - Summer School Südtirol

Leitung: Maxi Obexer, Neues Institut für Dramatisches Schreiben

Neuer Termin 30.8.-5.9.2020 | Schloss Velthurns Südtirol Italien

Die Veranstaltung findet unter Vorbehalt statt, abhängig von der aktuellen Lage.

4 Leistungspunkte

Teilnahmevoraussetzungen: 250 Euro Eigenbeteiligung pro Person für 6 Übernachtungen, Verpflegung, Fahrtkosten und Teilnahmegebühr. Melden Sie sich bitte bei einem ggf. nötigen Härtefallantrag beim Q+Team. Für die Teilnahme an der Summer School sind die Einreichung eines Lebenslaufs und eines Motivationsschreibens erforderlich unter StudienprogrammQPlus@uni-mainz.de.

Anforderungen: Aktive Teilnahme.

Inhalt: Viel und vieles ist in Bewegung geraten. Mit Befremden blicken wir auf tief gespaltene Gesellschaften, deren Vorstellungen von Demokratie und Zusammenlassen sich konträr gegenüberstehen.
Während die einen sich in globalen und gesellschaftlichen Verwerfungen radikalisieren,
mobilisieren sich andere gegen die Angriffe auf das bisher Erreichte, auf die Freiheits- und Demokratisierungsprozesse der letzten Jahrzehnte. Auf dem Spiel steht die Zerschlagung größerer Zusammenschlüsse wie der Europäischen Union, die offene und pluralistische Gesellschaftsform, die Rückkehr der Grenzen, die Wiederkehr des Nationalen.
Welche tiefer liegenden Ursachen treiben uns jenseits der Kulturkämpfe auseinander?
Welchen Spaltungsprozessen sahen sich die osteuropäischen Länder seit den Nachwendejahren ausgesetzt? Freiheit steht für viele seither im Widerspruch zu Solidarität.
Welche Risse zeitigt auch in den westlichen Demokratien die entfesselte liberale Marktwirtschaft entlang der Bruchlinien von Bildung, Klasse und Geographie? Gibt es neue Klassen, die sich auf den Residuen der alten erneut installiert haben?
Im verschärften Bewusstsein, dass das bisher Erreichte wieder umkämpft ist, aber auch, dass es nicht selbstverständlich gegeben ist, sondern in zivilgesellschaftlichen und politischen Prozessen erkämpft werden musste, richtet sich heute der Appell an das solidarische Handeln und an das Zusammenspiel von Vielen. Wie wird es praktiziert? Welche Formen des Solidarischen gibt es in der Wissenschaft? Welchen Einfluss hatte und hat die Architektur auf das gesellschaftliche Zusammenleben?
Welche Konzepte des Gemeinschaftlichen zeigen sich in den Werken der Bildenden Kunst, im Film, im Theater? Gibt es eine Ästhetik des Solidarischen? Welche verschiedenen literarischen Mittel und Strategien verfolgen Autorinnen und Autoren in der Literatur und in der Dramatik? Was bedeutet Solidarität im Hinblick auf Sprache und Kommunikation?
Und was lehrt uns die Natur über symbiotische Prozesse? Welche Intelligenz des Überlebens ist im Schwarmverhalten von Fischen, Vögeln oder Insekten im Spiel?

Die Summer School Südtirol ist ein Dreiklang aus literarisch-dramatischen Werkstätten, einem Öffentlichen Forum sowie Lesungen und Performances. Sie wurde 2015 mit dem Bestreben gegründet, wichtige Fragen der Gegenwart mit der Öffentlichkeit zu teilen, und dabei das künstlerische-literarische Denken zusammen mit den Erkenntnissen aus anderen Bereichen miteinander in Erscheinung zu bringen.
Die Werkstatt dient dem Austausch von Theaterautor*innen und bietet die Möglichkeit, gegenwärtige gesellschaftspolitische Fragen mit der Suche nach einer adäquaten und innovativen Form zu verbinden. Unter der Leitung von drei Mentor*innen werden die Entwürfe und Texte der Teilnehmenden in der Gruppe besprochen und entwickelt. Darüber hinaus stellt der aktuelle Schwerpunkt der Summer School jeweils den Anlass, die Frage des Solidarischen in seinen poetologischen und philosophischen Dimensionen zu erforschen und zu entwickeln.
Nicht nur das Ergebnis ist entscheidend: die Summer School legt den Akzent auf die Prozesse des Schreibens, des Denkens und des Forschens. Im Forum wird diesen Prozessen ein öffentlicher Raum gewährt, und der Öffentlichkeit ein Raum der Auseinandersetzung mit den Fragen und Erkenntnissen von Vielen.
Die Lesungen und Performances bieten Einblicke in die künstlerische und literarische Produktion von Autor*innen aus dem lokalen und dem internationalen Raum.
Zuletzt sei noch erwähnt, dass die Summer School Südtirol die Zusammenführung von Urbanem und Ländlichem, dem Lokalen wie dem Internationalen sehr entschieden und erfolgreich vorantreibt.

Workshop mit Maxi Obexer speziell für das Q+Programm der Universität Mainz | täglich während der Summer School: „Europa von den Rändern her denken“ - Grenzland Südtirol: ein exemplarisches Beispiel einer Europäisierung.

Lehrende: Maxi Obexer, Theaterautorin und Schriftstellerin, wuchs in Südtirol, Italien auf. Sie lebt in Berlin. Obexer studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Theaterwissenschaft in Wien und Berlin. Für ihre vielfach politischen Werke wie „Illegale Helfer“ erhielt sie 2016 den Robert-Geisendörfer-Preis, den Eurodram-Preis sowie den Potsdamer Theaterpreis 2017 für „Gehen und Bleiben“. Im Herbst 2017 erschien ihr Romanessay „Europas längster Sommer“. Im Mannheimer Staatstheater wurde im Februar 2018 ihr Theaterstück „Wenn wir lieben“ uraufgeführt. Ihr jüngstes Theaterstück „Verlorene Kämpfer“ hatte am 28. April 2019 im Staatstheater Wiesbaden Premiere, für das u.a. auch Q+Studierende Fakten recherchierten.
Maxi Obexer lehrt u.a. an der Georgetown University in Washington DC., am Dartmouth College NH und an der Universität der Künste Berlin. Am Deutschen Literaturinstitut Leipzig ist sie seit 2013 regelmäßige Gastprofessorin. Zusammen mit Sasha Marianna Salzmann gründete sie 2014 das Neue Institut für Dramatisches Schreiben Nids. Obexer ist Mitglied des Internatonalen PEN-Zentrum Deutschland.

Entdeckung und Anwendung der Kernspaltung

Leitung: Dr. Klaus Eberhardt; Univ.-Prof. Dr. Tobias Reich; Dr. Christiane Schürkmann; Dr. Norbert Trautmann

Die Veranstaltung findet in einem späteren Semester statt. Der neue Termin wird noch bekanntgegeben.

1 Leistungspunkt

Anforderungen: Aktive Teilnahme

Inhalt: 1938 gelangen den Chemikern Otto Hahn und seinem Assistenten Fritz Straßmann am Berliner Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie der Beweis einer neutroneninduzierten Kernspaltung von Uran durch den radiochemischen Nachweis des Spaltprodukts Barium. Die Kernphysikerin Lise Meitner, die mit Hahn und Straßmann jahrzehntelang zusammenarbeitete, veröffentlichte gemeinsam mit ihrem Neffen Otto Frisch am 10. Februar 1939 eine erste physikalische Deutung des Spaltungsprozesses in der englischen „Nature". Otto Hahn und Fritz Straßmann, der an der Wiedergründung der JGU Mainz 1946 maßgeblich beteiligt war und den Lehrbetrieb für anorganische und analytische Chemie im Wintersemester 1946/47 in der Aula der JGU Mainz aufnahm, gelten seither als die Entdecker der Kernspaltung, und Lise Meitner und Otto Frisch als die ersten, die eine korrekte theoretische Erklärung des Vorgangs publizierten. Wenig hat die Welt so verändert wie die Entdeckung der Kernspaltung – Kernreaktoren, Kernkraftwerke und weltweit zwei Atombombeneinsätze haben den Lauf der Menschheitsgeschichte für immer verändert. Weltweit werden Energiegewinnung und die Entsorgung radioaktiver Abfälle kontrovers und emotionsgeladen diskutiert. Wir wollen uns auf die Spuren Fritz Straßmanns begeben und an seiner historischen Wirkungsstätte, dem Institut für Kernchemie, kritisch mit der Geschichte und der Anwendung der Kernspaltung auseinandersetzen.

Beginn: 10.15 h

10.15 – 11.15 h Norbert Trautmann: Geschichte der Kernspaltung

11.15 – 12.15 h Klaus Eberhardt: Kernspaltung und Kernreaktoren

12.15 – 13.00 h Pause

13.00 – 14.00 h Tobias Reich: Kernbrennstoffkreislauf (45´+ 15´)

14.00 – 15.00 h Christiane Schürkmann: Kernspaltung – Versuch einer soziologischen Perspektive auf ein naturwissenschaftliches Phänomen

15-00 – 15.45 h Führung TRIGA-Reaktor

15.45 – 16.30 h Abschlussdiskussion

Lernziele: Einführung in die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Anwendung der Kernspaltung.

Gesellschaftlicher Nutzen empirischer Sozialforschung am Beispiel der Arbeit von infas

Leitung: Dr. Jacob Steinwede

Die Veranstaltung findet erst im WiSe 20/21 statt. Der neue Termin wird noch bekanntgegeben.

1 Leistungspunkt

Teilnahmevoraussetzungen: Interesse an sozialen und politischen Themen; soziologische oder politikwissenschaftliche Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend. Lektüre als Vorbereitung.

Inhalt: Die Veranstaltung will zeigen, inwieweit wissenschaftliche Methoden, die an Universitäten vermittelt werden, auch in anderen Bereichen der Gesellschaft eingesetzt werden. Denn großangelegte angewandte wissenschaftliche Studien im Auftrag z.B. von Bundesregierung oder anderen wichtigen gesellschaftlichen Entscheidern gewinnen zunehmend an Bedeutung bei deren Meinungsfindung. Das Blockseminar erläutert Vorgehensweisen, Anforderungen und Aufgabenfelder angewandter empirischer Sozialforschung in der Bundesrepublik. Das Thema wird durch die Vorstellung eines aktuellen Großprojektes, der „Teilhabestudie – Die Befragung von Menschen mit und ohne Behinderungen", illustriert. Dabei wird auch auf Methodenaspekte und die Frage praktischer Umsetzung von Forschungsergebnissen eingegangen. Vor diesem Hintergrund soll mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über Abgrenzungen von Grundlagenforschung und angewandter Forschung sowie über Nutzenkriterien, die an Forschung angelegt werden, diskutiert werden.

Lernziele: Einblick in das Verhältnis von angewandter empirischer Sozialforschung und gesellschaftlicher Praxis unter besonderer Berücksichtigung der Politikberatung (insbesondere im sozialpolitischen Bereich).

Empfohlene Literatur:
Christoph Weischer, Das Unternehmen Empirische Sozialforschung: Strukturen, Praktiken und Leitbilder der Sozialforschung in der Bundesrepublik Deutschland, München 2004 (R.Oldenbourg Verlag), insbesondere Abschnitt D, S. 367-442.
Zwischenbericht zur Teilhabestudie: BMAS-Forschungsbericht 492 „Repräsentativbefragung zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen – Zwischenbericht", Berlin, September 2017; http://www.bmas.de/DE/Service/Medien/Publikationen/Forschungsberichte/Forschungsberichte-Teilhabe/fb-492-repraesentativbefragung-behinderung.html

Lehrender: Dr. Jacob Steinwede, Diplom-Politologe, seit 1995 beim infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft in Bonn tätig, Bereichsleiter des Bereichs Sozialforschung mit Arbeitsschwerpunkten: Politische Soziologie und Politikforschung, soziale Ungleichheit und Partizipation sowie Methoden der empirischen Sozialforschung.

Medicus + Co: Medizinhistorische Persönlichkeiten als Publikumsmagnet?

Leitung: Q+Studentinnen Nina Ripfel (Humanmedizin) und Katharina Schelp (Germanistik, Geschichte, Philosophie)

Die Veranstaltung findet erst im WiSe 20/21 statt. Der neue Termin wird noch bekanntgegeben.

2 Leistungspunkte

Teilnahmevoraussetzungen: Interesse an Medizingeschichte und Ausstellungskonzeption.

Anforderungen: Aktive Teilnahme. Impulsreferat (5-10 Min.) nach dem gemeinsamen Besuch der Ausstellung über einen selbst gewählten Fokus, mit dem die Ausstellung betrachtet werden soll.

Inhalt: Derzeit ist die kulturgeschichtliche Ausstellung „Medicus-Die Macht des Wissens" im Historischen Museum der Pfalz in Speyer zu sehen. „Auf den Spuren des Medicus begibt sich die Ausstellung auf die Suche nach dem medizinischen Wissen verschiedenster Zeiten und Kulturen und führt so Zeugnisse ganz unterschiedlicher Herkunft aus mehr als 5.000 Jahren erstmals in einem Ausstellungskontext zusammen." (Quelle: https://museum.speyer.de/aktuell/medicus) Das Publikum wird von der Figur des Medicus durch die Ausstellung begleitet. Auch andere Stars der Medizingeschichte werden hier den Besucher_innen näher gebracht. Wir wollen dem Grund dieser musealen Vermittlung nachgehen und die Ausstellungskonzeption kritisch beleuchten. Hierzu werden wir am Mittwoch zusammen den Film „Der Medicus" ansehen, der auf dem gleichnamigen Buch von Noah Gordon basiert, und Fragestellungen erarbeiten, die während des Ausstellungsbesuchs am Samstag beantwortet werden sollen. Neben Grundlagen der Ausstellungskonzeption werden in der Veranstaltung medizinhistorische Persönlichkeiten vorgestellt und ihr jeweiliges Verständnis von Medizin vermittelt. Es wird der Frage nach den damaligen und heutigen Behandlungsmethoden nachgegangen sowie die Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit reflektiert. Außerdem bekommen auch "Nicht-Medizinstudierende" die Möglichkeit, einen Einblick in die klinische Anatomie und ins Präparieren zu erhalten.

Mi,

16:00 Uhr: Besichtigung des Präpariersaals der Unimedizin (Leitung: Prof. Dr. Erik Schulte, Institutsleitung Funktionelle und klinische Anatomie)*

17:00 Uhr: Einführung ins Thema

18:00-20:15 Uhr: Filmvorführung „Der Medicus" (Bitte Getränke und Essen mitbringen!)

20:15-21:00 Uhr: Diskussion und Verteilung von Themen für die Impulsreferate

Sa,

9:00 Uhr: Abfahrt Mainz Hbf

10:30 Uhr: Ankunft Speyer Hbf

11-13:00 Uhr: Museumsbesuch

13:00-14:30 Uhr: Mittagspause inkl. Gelegenheit zur Gruppenarbeit: Impulsreferat über Fokus erarbeiten

14:30-16:00 Uhr: Plenum: Referate und Reflexion

17:00 Uhr: Abfahrt Speyer Hbf

18:00 Uhr: Ankunft Mainz Hbf

Fahrtkosten und Eintrittspreise ins Museum werden übernommen.

* Dieser Baustein ist für die Teilnahme an der Veranstaltung nicht verpflichtend.

Lernziele: Überblick über die Medizingeschichte und ihre Stars, über Behandlungsmethoden und Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit.

Menschliche Bindungen aus psychoanalytischer Sicht: Relevanz für Gesundheit und Gesellschaft

Leitung: Dr. med. Irina Tavlaridou; Dr. rer. physiol. Anna Herrmann

Die Veranstaltung findet erst im WiSe 20/21 statt. Der neue Termin wird noch bekanntgegeben.

2 Leistungspunkte

Anforderungen: Aktive Teilnahme.

Inhalt: In diesem Seminar geht es um die medizinischen und psychologischen Grundlagen der menschlichen Bindungsfähigkeit und ihre Auswirkungen auf die individuelle körperlicher und psychische Gesundheit sowie ihre gesellschaftspolitische Relevanz. Die Teilnehmer*innen bekommen einen Einblick in den transdisziplinären wissenschaftlichen Hintergrund der menschlichen Bindungsfähigkeit unter Einbezug der neuesten neurowissenschaftlichen Erkenntnisse. Mit Hilfe von Fallbeispielen und interaktiver gemeinsamer Arbeit werden Prinzipien des psychoanalytischen Vorgehens demonstriert und für die einzelnen Teilnehmer*innen erlebbar gemacht. Dies bildet die Grundlage für eine Diskussion über den Einfluss der menschlichen Bindungsfähigkeit auf aktuelle gesellschaftspolitische Themen. So möchten wir u.a. darauf eingehen, welchen Einfluss die frühe Eltern-Kind-Beziehung auf das Krankheitsbild der Depression hat und wie der aktuelle Trend zur Telemedizin die Arzt-Patient-Beziehung verändert.

Lernziele
- Verständnis der zentralen Annahmen der Bindungstheorie und ihrer psychoanalytischen und neurowissenschaftlichen Grundlagen
- Einsicht in die Bedeutung der Bindungsfähigkeit für die körperliche und psychische Gesundheit
- Transfer des Gelernten auf aktuelle gesellschaftspolitische Fragestellungen

Lehrende: Dr. med. Irina Tavlaridou: Studium der Humanmedizin an der JGU, Promotion in der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie der Unimedizin Mainz. Facharztausbildung an der Klinik und Poliklinik für Psychososmatische Medizin. Seit 2014 niedergelassen als Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytikerin.

Dr. rer. physiol. Anna Herrmann: Studium der Psychologie und Politikwissenschaft in Mainz und Haifa. Promotion über Bindung und Mentalisierung im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs „Life Sciences, Life Writing". Arbeitserfahrung an verschiedenen psychosomatischen bzw. psychiatrischen Kliniken und in fortgeschrittener Ausbildung zur tiefenpsychologischen und analytischen Psychotherapeutin.

Q+Reads [course taught in English]

Leitung: Oksana Marafioti, Dr. Christian Knöppler

8.5.20 17-20:00 (online)

Der Workshop findet in geänderter Form online statt. Die geplante Veranstaltung mit öffentlicher Lesung und Workshop findet zudem im WiSe 20/21 statt. Der neue Termin wird noch bekanntgegeben. Der Online Workshop im SoSe und der Workshop im WiSe können unabhängig voneinander besucht werden.

1 Leistungspunkt

Teilnahmevoraussetzungen: sehr gute Englischkenntnisse, Bereitschaft zur Diskussion, zum kreativen Schreiben und gegebenenfalls zum Vortragen eigener Schriften.

Anforderungen: Vorbereitung von Lektüre, aktive Teilnahme, Kurzessay.

Inhalt: Baustein zu Literatur und kreativem Schreiben auf Englisch.

Lernziele: eine kreative und reflektierte Auseinandersetzung mit Texten und mit der englischen Sprache

Lehrende: Oksana Marafioti is a US writer of Armenian and Russian Romani descent and the author of American Gypsy: A Memoir (2012). In her book, she interweaves stories from her life in the Soviet Union with her impressions and experiences as an immigrant in the United States. Her writings have appeared in Rumpus, Slate and Time magazines, the literary journals The Fairy Tale Review and Pilgrimage and in the anthology The Perpetual Engine of Hope. A classically trained pianist, Marafioti also holds a BS in Cinematography and an MFA in Creative Writing. Marafioti was a 2013 BMI-Library of Congress Kluge Center Fellow, and she is the next Picador Professor at the University of Leipzig.

Christian Knöppler earned a PhD in American Studies from JGU Mainz and is part of the Q+ project Team.

Raum der Unterschiede - Exkursion zum Bauhaus in Dessau

Leitung: Henrike Plegge

Vorbereitungstreffen: 04.06.20 | 14:15 - 15:45 Uhr | (online)

Exkursion zum Bauhaus Dessau inkl. Führungen durch das Bauhaus Museum, Atelier und vorauss. Meisterhäuser: 13.07.20 | 8:00 Uhr - 15.07.20 | 22:00 Uhr

Die Veranstaltung findet unter Vorbehalt statt, abhängig von der aktuellen Lage.

4 Leistungspunkte

Teilnahmevoraussetzungen:  80 € pro Person  Eigenbeteiligung für die gemeinsame Fahrt mit der DB und zwei Übernachtungen im historischen Ateliergebäude (ohne Verpflegung). Die Literatur wird beim Einführungstermin verteilt. Die Teilnahme an diesem Einführungstermin ist verpflichtend.

Anforderungen: Erarbeitung und Vorstellung einer eigenen Präsentation sowie die sehr aktive Teilnahme am Seminar.

Inhalt: Das Bauhaus wurde vor mehr als 100 Jahren mit dem Vorhaben gegründet, mit der Gleichrangigkeit von Kunst und Handwerk innerhalb einer Kunsthochschule gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen. Zugleich wurde mit neuen Strukturen und Formen der Ausbildung und dem Verhältnis von Lehrenden und Lernenden experimentiert. Der Bau – die Produktion von Wohn-, Lern-, und Arbeitsräumen – stand dabei im Mittelpunkt der Bauhauslehre.

Was bedingt jedoch die Herstellung von Räumen? Wie können Distinktionen und ungleiche Zugangsmöglichkeiten bei der Produktion von Räumen, entgegengewirkt werden? Wie kann einer Eingebundenheit in gesellschaftliche und institutionelle Strukturen bei der Produktion neuer Räume begegnet werden? Und kann dies auch auf die Gestaltung von (Bildungs- und Lern-) Strukturen übertragen werden?

Mit Theorien von Martina Löw, Pierre Bourdieu und Henri Lefebvre werden im Seminar Raumherstellungsprozesse aus soziologischer und philosophischer Perspektive betrachtet und die darin entstehende Produktion sozialer Ungleichheit in den Mittelpunkt gerückt. Die Auseinandersetzung mit Raumtheorien ermöglichen während eines 2-tägigen Aufenthalts am Bauhaus in Dessau eine erweiterte Sicht auf die damalige Kunsthochschule, die neben ihrer Materialität, auch die sozialen Dimensionen sowie die beteiligten Personen am Raumherstellungsprozess in den Blick nimmt. Mit dem Bezug auf die oben genannten Fragestellungen wird erarbeitet, welche Auswirkungen soziologische und philosophische Theorien auf die Produktion (neuer) Lernräume bzw. Lernstrukturen haben und wie sie in Bezug zu vergangenen und gegenwärtigen Bildungskonzepten stehen.

Lernziele: Die Studierenden lernen das Bauhaus in Dessau und seine historische und künstlerische Besonderheit als Kunsthochschule vor Ort kennen. Mit soziologischen Raumtheorien wird gemeinsam erarbeitet, welche Auswirkungen konsequent gedachte Raumsoziologien auf die Produktion von Lernräumen bzw. die Gestaltung von Lehr- und Lernstrukturen hat.

Lehrende: Henrike Plegge

SoSe 2018 – WS 2018/2019 | Vert. Professorin für Kunstdidaktik an der Kunsthochschule Mainz

2013 bis heute | fort-da, freies Kunstvermittlungskollektiv

WS 2011 bis heute | wiss. Mitarbeiterin der Kunstdidaktik an der Kunsthochschule Mainz

01/2010 – 12/2011 | Kuratorin für Kunstvermittlung der Ausstellung „The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1998“ am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe

01/2010 – 12/2011 | wiss. Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Global Art and the Museum“ am ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie

01/2008 – 01/2010 | wiss. Volontärin der Museumskommunikation am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, Abteilung für Kunstvermittlung

2007 | Kunstvermittlerin und Mitglied des Begleitforschungsteams auf der documenta 12

2004 – 2006 | Freie Kunstvermittlerin im Edith-Russ-Haus für Medienkunst

2000-2006 | Studium der Kunst und Anglistik für das Lehramt Gymnasium an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Lehrtätigkeiten an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (WS 2010/2011
SoSe 2011), der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (SoSe 2011, WS 2011/2012) sowie der Universität Duisburg-Essen (SoSe 2016, SoSe 2017)

Arbeitsschwerpunkte: künstlerische Kunstvermittlung, künstlerisch-edukative Projekte im öffentlichen Raum, Teilhabe und Mitgestaltung der Institution Museum, kollaborative Kunstprojekte, Räume und Sichtbarkeiten von Kunstvermittlung, diskriminierungskritische Kunstpädagogik.

Recherchepraktikum bei HR Dokumentationen / ZDFzoom

Leitung: ZDFzoom - Redaktion

Die Veranstaltung findet erst im WiSe 20/21 statt. Der neue Termin wird noch bekanntgegeben.

5 Leistungspunkte

Teilnahmevoraussetzungen: Journalistische Erfahrung erwünscht, aber keine Voraussetzung. Affinität zu gesellschaftspolitischen Themen, eigenständige Recherchearbeit. Bereitschaft, auch für andere Themen zu recherchieren, die kurzfristig aktuell werden.Auswahl nach Vorgespräch mit der Redaktionsleitung.Gern ein Motivationsschreiben, aus dem hervorgeht, weshalb der/die Studierende zu ZDFzoom möchte. Bewerbung bitte an das Q+Team.

Anforderungen: Langzeitrecherchen nach Absprache mit der Planung. Mitarbeit bei der Social-Media-Arbeit der Redaktion. Sinnvoll ist die gelegentliche Teilnahme an der Redaktionssitzung jeweils am Donnerstag von 10.30 Uhr - ca. 12 Uhr.

Inhalt: ZDFzoom ist ein wöchentliches Doku-Format (Sendetermin: Mittwoch, 22.45 h, zoom.zdf.de) mit investigativ ausgerichteten Einzel-Dokumentationen zu gesellschaftlich relevanten, aber auch alltagsnahen innen- und außenpolitischen Themen. Die Dokumentationen leisten einen Beitrag zur gesellschaftlichen Diskussion. Dramaturgisch stringent geht in jeder Sendung ein/e ReporterIn auf die Suche. Im Mittelpunkt steht eine klare Fragestellung, der nachgegangen wird. Dem Zuschauer werden Antworten gegeben, neue Fakten und Hintergründe zu meist latent aktuellen Themen geliefert. Auch bei komplexeren Themen soll eine zuschauerfreundliche Rezeption ermöglicht werden. Computer-getrackte Grafiken und eine konsequent eingesetzte Kameraoptik erzeugen einen wiedererkennbaren Look und unterstützen die Eindeutigkeit des Formats.

Geplante Themenschwerpunkte (noch unter Vorbehalt):
Finanzwelt (Thema Bargeld und Steuersicherheit)
Medizin und Gesundheit (Sinnlose Medizinprodukte)
Die verrohte Gesellschaft

Es kann sein, dass zum Zeitpunkt des Praktikums andere Themen relevant werden.

Einen Bericht zum Recherchepraktikum der Q+Studentin Janika Kunzmann finden Sie hier.

Lernziele: Eigenständige Recherchen für TV-Dokumentationen.

Was werden wir in Zukunft essen? Ein naturwissenschaftlich kritischer Blick auf Trends und Möglichkeiten

Leitung: Prof. Dr. Thomas Vilgis

Die Veranstaltung findet erst im WiSe 20/21 statt. Der neue Termin wird noch bekanntgegeben.

2 Leistungspunkte

Teilnahmevoraussetzungen: Grundsätzliches Interesse am Thema „Ernährung, Essen". Interesse für naturwissenschaftliche Ansätze im Denken.

Anforderungen: Das Lesen von einführender Literatur. Ein Kurzreferat (max. 10 – 15 min, in Gruppen) zu Beginn des Seminars über Probleme zu den gegenwärtigen Ernähungsmeinungen.

Inhalt: In diesem Seminar wird es um die Zukunft der Ernährung gehen. Manche Lebensmittel stehen unter starker Kritik, vor allem Fleisch und tierische Produkte werden im Zuge der Klimaveränderungen immer kritischer gesehen. Zum schlechten Image tragen auch die unsägliche Massentierhaltung bei, der damit verbundene Ausstoß von Treibhausgasen, der Verbrauch an Wasser und Futtermittel. Aber auch Statements aus der Ernährungsforschung, Fleisch sei ungesund und krebsauslösend, sorgen für das schlechte Bild der Ernährung der Menschen. Milch und Fette werden für verschiedene Erkrankungen verantwortlich gemacht und selbst bei Gemüse kann der Verbraucher kaum noch sicher sein. In der täglichen Presse lesen wir von Acrylamid, Nitraten, Nitriden, Gluten und Lektinen, die schlimme Erkrankungen auslösen können, Salz und Zucker sind ohnehin im Verruf. Wir lesen und hören derzeit viel über alternative Lebensmittel. Seien es fleischfreie Burger, vegane Ersatzprodukte oder gar in vitro erzeugtes Laborfleisch. Über die Gesundheit dieser neuen Produkte gibt es widersprüchliche Aussagen, auch unter verschiedenen Wissenschaftszweigen.

Wie aber sind all diese Meinungen einzuordnen? Haben Verbraucherinnen und Verbraucher überhaupt noch eine echte Chance, dies zu verstehen und sachlich einzuordnen?

Ziel dieses Seminars ist es einen nüchternen Blick auf Gegenwart und Zukunft unseres Essens zu richten. Dabei werden uns eine Handvoll naturwissenschaftliche Grundprinzipien, die in der Tat beim Einordnen des Wirrwarrs einiges an Klarheit hervorbringen helfen, ohne dass wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen, sondern wir Menschen selbst. Das Seminar ist daher in vier Blöcke gegliedert.

1) Die Essbiographie des homo sapiens: Geschmack und Wohlbefinden.

2) Die industrialisierte Nahrung und die daraus resultierenden Probleme.

3) Gegenwärtige Trends (roh, vegan, Paleo, root-to-leaf, nose-to-tail, Superfood, frei von…) unter der naturwissenschaftlichen Lupe.

4) Zukunft unserer Ernährung/des Essens unter dem Lichte von Nachhaltigkeit, Bevölkerungswachstum und Klimaveränderungen.

Lernziele: Abschätzung von Meinungen, Risiken, Einordnen von Sachverhalten auf Grundlage von naturwissenschaftlichen Ideen. Schnittstellen von Geistes- und Naturwissenschaften / Medizin erkennen. Wie wissenschaftliche Studien berurteilt werden können.

Empfohlene Literatur: Wird zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben.

Lehrender: Prof. Dr. Thomas A. Vilgis ist Professor für Theoretische Physik an der Universität Mainz, der auf dem Gebiet der weichen Materie (englisch Soft Matter) forscht. Er leitet zugleich am Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz eine Arbeitsgruppe für analytische Theorie weicher Materie. Dort führt er zudem eine experimentelle Gruppe „Soft Matter Food Physics", die physikalische Aspekte des Essens inklusive Zutaten und Zubereitung erforscht. Seit 2016 lehrt Vilgis auch an der Justus-Liebig-Universität Gießen im Bereich Ernähung, Lebensmitteltechnologie und molekulare Lebensmittelphysik. Thomas Vilgis publizierte über 300 referierte wissenschaftliche Arbeiten in der Fachliteratur zur Physik der weichen Materie und zur molekularen Lebensmittelphysik. Seit 2016 ist Vilgis in der wöchentlichen Radiokolumne Gastrojet in der Sendung SWR2 am Samstagnachmittag, zu Themen und Kultur und Wissenschaft des Essens, zu hören. Er ist Herausgeber der Zeitschrift „Journal Culinaire - Kultur und Wissenschaft des Essens", die 2018 mit dem Gourmand World Cookbook Award „Best in the World" ausgezeichnet wurde. Vilgis ist außerdem Autor und Coautor von über 20 populärwisseschaftlichen Büchern zur Naturwissenschaft des Kochens und der Physik und Chemie der Lebensmittel, darunter auch ein Buch zum Thema „Beerpairing", das ebenfalls den Cookbook Award „Best in the World" im Bereich der Getränke trägt. Für das Buch Aroma – die Kunst des Würzens (mit Thomas A. Vierich) verlieh die Gastronomische Akademie Deutschlands (GAD) die nur für außergewöhnliche Werke vorbehaltene höchste Auszeichnung Goldene Feder.

Wissenschaft(skommunikation) und Social Media am Beispiel des Vortrags "Aber wer wacht über die Wächter selbst?" - Wissenschaftler und Sachverständige als Fälscher im Rahmen der Mainzer Science Week

Leitung: Dr. Aglaia Bianchi, Dr. Susanne Kern, Prof. Dr. Michael Oberweis

2 Leistungspunkte

Vortrag und Workshop
Die Veranstaltung findet erst im WiSe 20/21 statt. Der neue Termin wird noch bekanntgegeben.

Teilnahmevorraussetzungen Affinität für die Social Media, Interesse für das Thema, wissenschaftliche Neugier

Anforderungen Aktive und engagierte Teilnahme

Lernziele Ausgehend von einem Vortrag von Akademiemitarbeiter*innen Dr. Susanne Kern und Dr. Michael Oberweis haben Studierende die Möglichkeit, einen Blick in die Social Media-Arbeit der Akademie zu werfen und sich in einem Workshop selbst Gedanken zu machen, wie man am besten solche Kanäle in der Wissenschaft für die Zielgruppe Studierende verwendet.

Veranstaltungsbeschreibung

Die Veranstaltung besteht aus drei Teilen:

1. Vorbesprechung

Zwei Wochen vor dem Vortrag treffen sich die Studierenden mit der Dozentin und dem Social Media-Team der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, um einen ersten Einblick in die Social Media-Arbeit der Akademie, insbesondere in Bezug auf die Veranstaltungen, zu erhalten.

Bei diesem Treffen wird auch zusammen mit den Studierenden die mediale Begleitung der Veranstaltung geplant, an denen sie selbst aktiv beteiligt sein werden.

2. Teilnahme an Veranstaltung

Die Studierenden nehmen am Vortrag von Dr. Susanne Kern und Dr. Michael Oberweis im Rahmen der Mainzer Science Week teil.

"Aber wer wacht über die Wächter selbst?" - Wissenschaftler und Sachverständige als Fälscher

Seit jeher gehört es zu den grundlegenden Aufgaben der Wissenschaft, Irrtümer aufzudecken und Wahres von Falschem zu unterscheiden. Aber nicht wenige Forscher nutzten (und nutzen) ihr fachliches Können, um eigene Kollegen mit besonders raffinierten Fälschungen zu täuschen. Im Vortrag sollen Motive und Methoden solcher "Gelehrtenfälschungen" und ähnlicher Phänomene in der Bildenden Kunst erörtert werden. Dabei wird auch nach der Selbstkontrolle der jeweiligen Fachspezialisten zu fragen sein - denn: "Wer wacht über die Wächter selbst?"

3. Reflexion und Brainstorming
In einem halbtägigen Workshop an der Akademie reflektieren die Studierenden über die Veranstaltung selbst, deren Begleitung auf den Social Media sowie allgemein über den Einsatz von Social Media in der Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation.

Der Workshop wird moderiert von Dr. Aglaia Bianchi und soll die Studierenden zu einem besseren Verständnis des Einsatzes der Social Media in einer wissenschaftlichen Institution und zur Entwicklung eigener Ideen zur Verbesserung und zum Ausbau der Social Media-Arbeit der Akademie insbesondere im Hinblick auf die Zielgruppe „Studierende", im direkten und aktiven Austausch mit Marie Böhlke, die in der Akademie für die Social Media zuständig ist.

Lehrende

Dr. Aglaia Bianchi hat Germanistik und Romanistik im Rahmen des Trinationalen Studienprogramms Bologna-Mainz-Dijon studiert. Anschließend hat sie in Mainz und Dijon in Deutscher Literaturwissenschaft promoviert. An der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz ist sie als Wissenschaftliche Koordinatorin der Jungen Akademie | Mainz tätig.

Dr. phil. Susanne Kern hat Kunstgeschichte, Klassische Archäologie sowie Mittelalterliche und Neuere Geschichte in Mainz, Paris und München studiert. Sie ist Mitarbeiterin beim Forschungsvorhaben "Die Deutschen Inschriften" an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz.

Prof. Dr. Michael Oberweis hat Geschichte, Katholische Theologie und Sozialkunde in Saarbrücken studiert. 1988 ist er promoviert worden, 1997 folgte die Habilitation. Er ist seit 2008 Mitarbeiter beim Forschungsvorhaben "Die Deutschen Inschriften" an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz und seit 2018 apl. Prof. an der Universität des Saarlandes.

Wie Wissenschaft forscht – Simulationen und ihre Unsicherheiten

Leitung: Jun Prof. Dr. Susanne Gerber & Stanislav Sys, Prof. Dr. Alan Rendall, Jun. Prof. Dr. Helen May-Simera, Prof. Dr. Jos Lelieveld; Dr. Thomas Berkemeier; Dr. Klaus Klingmüller, Tom Breuer, M.A.; Juri Diels M.A.; Alexander Röckl, M.A.

Die Veranstaltung findet in einem späteren Semester statt. Der neue Termin wird noch bekanntgegeben.

 

6 Leistungspunkte

Veranstaltung in drei Blöcken.

Teilnahmevoraussetzungen und Anforderungen: Siehe Beschreibungen der jeweiligen Veranstaltungsblöcke.

Inhalt: Simulationen sind „Was-wäre-wenn-Analysen“ eines Systems mit dem Ziel, reale Prozesse oder Systeme nachzubilden, um so ihre innere Dynamik zu beschreiben, verstehen, erklären oder gar vorherzusagen. Simulationen haben sich als Instrument und Methode der Erkenntnisgewinnung inzwischen in der Forschung etabliert, gelten neben Theorie und Praxis als zentrale Säule in der modernen Wissenschaft und finden in unterschiedlichen Fachdisziplinen Anwendung.
Doch bergen wissenschaftliche Simulationen auch methodische Unsicherheiten, weil Simulationen die Systeme, die sie theoretisch beschreiben, niemals 100%ig spezifizieren können. Außerdem finden Simulationen unter künstlichen Bedingungen statt, Prozesse werden mitunter vereinfacht und Abweichungen lassen sich in der Realität oft nicht vermeiden. Das führt zu Unsicherheiten, mit denen sich Forscher*innen immer wieder konfrontiert sehen und die manche Studien angreifbar machen.
Die Q+Reihe „Wie Wissenschaft forscht“ setzt sich im Sommersemester 2020 mit „Simulationen und ihren Unsicherheiten“ in zwei unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen und am Beispiel angewandter Wissenschaft bei der Erstellung von Zuschauer*innenprognosen beim ZDF auseinander und zeigt anhand brisanter gesellschaftlicher Themen auf, wie Simulationen angewendet werden und welche Unsicherheiten jeweils entstehen.

Modellierung in der Biologie

Max-Planck-Institut für Chemie: Luftverschmutzung und vorzeitige Todesfälle

ZDF: Wie Zuschauer*innenverhalten prognostiziert wird. Anwendung und Interpretation von Machine Learning Modellen im Medienumfeld

„Wie Wissenschaft forscht“ ist eine Q+Seminarreihe, die von Q+Studierenden initiiert wurde und gemeinsam mit Q+Lehrenden konzipiert und organisiert wird. Diese Seminarreihe, die sich über mehrere Semester erstreckt, betrachtet Wissenschaft als Ganzes und fokussiert dabei die Methoden, mit denen in verschiedenen Forschungsfeldern wissenschaftlich gearbeitet wird. Nach einem Einführungsseminar zu Grundfragen der Wissenschaftsreflexion und Erkenntnistheorie werden pro Semester wissenschaftliche Methoden, mit denen wir an der JGU Mainz arbeiten, vorgestellt und kontrastiert und deren Einsatz in unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen sowie deren gesellschaftlicher Nutzen aufgezeigt.

American Studies Summer School (ASSS) "The American South” Julia Velten, M.A.

Autor, Autorität, Authentizität - Wahrheitsansprüche in alttestamentlichen Texten Dr. Benedict Schöning

Ästhetik des Gegenwartstheaters: Un/doing Differences Prof. Dr. Friedemann Kreuder

Buch und Internet: Phänomene und Herangehensweisen zu ihrer Analyse Prof. Dr. Christoph Bläsi

Byzantine Coins between East and West Prof. Dr. Marietta Horster

Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen Prof. Dr. Heike Grieser; Prof. Dr. Johannes Pahlitzsch

“Data-driven storytelling?” Algoritihmic Cultures of Narration Marek Jancovic M.A.

Die Erzelternerzählungen Prof. Dr. Thomas Hieke

Die Kirche und das liebe Geld - Kirchliches Vermögensrecht Prof. Dr. Matthias Pulte

Disruption and Democracy in America Prof. Dr. Alfred Hornung

Empirische Wirtschaftsforschung Prof. Dr. Reyn van Ewijk

Entrepreneurship Prof. Dr. Andranik Tumasjan

Ethik der Moderne Prof. Dr. Gerhard Kruip

Ethnologische Perspektiven auf Propaganda Dr. Simone Pfeifer

Geo-ethical Perspectives on Cultural and Spatial Phenomena in an Entangled World Prof. Dr. Gerhard Kruip; Dipl.-Geogr. Elisabeth Sommerlad

Globalisierung in der vormodernen Zeit (3000 v. - 1000 n. Chr.) Prof. Dr. Tanja Pommerening

Grundfragen des Religionsrechts Prof. Dr. Matthias Pulte

Hans Blumenberg: Literarische Verfahren der Philosophie Dr. Timothy Attanucci

Islam in Südasien Prof. Dr. Almuth Degener

Kommunikationsethik in einer digitalisierten Medienwelt Prof. Dr. Gerhard Kruip

Kulturwissenschaftliche Infrastrukturforschung Prof. Dr. Gabriele Schabacher

"Mensch Frau forscht!" Dr. Dorothea Erbele-Küster

maria.macht.gender. Erkundungen römischer Geschlechterphantasien Prof. Dr. Stephan Goertz

Musikerschließung: Musik im Spiegel der Geschichte Chris Jarrett

Pilgerwesen und Pilgerzentren (4.–7. Jahrhundert) Prof. Dr. Heike Grieser; Dipl.-Theol. Martina Horn

Project Seminar: Applied Media Geography Dipl.-Geogr. Elisabeth Sommerlad

Projektseminar Management und Digitale Transformation Prof. Dr. Andranik Tumasjan

Wirtschaftsethik Prof. Dr. Gerhard Kruip

 

Ausführliche Informationen zu den geöffneten Veranstaltungen finden Sie hier.

Snapshot Praktikum Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz

 

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